Arbeiten am Meer: Katlenburger engagiert sich auf Baltrum

Naturfotografie: Das ist eine von Julians Lieblingsbeschäftigungen.

Katlenburg/Baltrum. Die Insel Baltrum ist sowohl nach Einwohnern als auch der Fläche die kleinste Einheitsgemeinde Ostfrieslands. Trotzdem kann man sich dort sehr wohl fühlen.

„Ich bin glücklich auf Baltrum“, erklärt Julian Baufeldt aus Katlenburg. Er absolviert auf dem kleinen Eiland ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Nationalpark-Haus.

Der 19-Jährige wollte nach seinem Abitur erstmal etwas Sinnvolles machen, am liebsten an der Küste. Die Zusage von der kleinsten ostfriesischen Insel kam ihm daher mehr als recht. Seit August wohnt und arbeitet Julian Baufeldt im Nationalpark-Haus, das öfter komplett vom Wasser der Nordsee eingeschlossen ist.

Sein Arbeitsbereich ist vielfältig, reicht von Führungen über Küstenschutz, Vogelkiek mit Spektiv und Fernglas, Vorträge zu verschiedenen Umweltthemen, Betreuung der Ausstellungsbereiche des Nationalpark-Hauses bis zur Pflege der Meerwasseraquarien. Manchmal unterstützt er die Nationalparkwacht bei den Vogelzählungen.

Selbst im Winter gibt es für Julian Baufeldt viel zu tun. Seine Hauptaufgabe ist die Öffentlichkeitsarbeit. „Ich freue mich immer sehr, wenn bei den Besuchern etwas von einer Führung hängen bleibt, dass Sie manche Dinge nach einer Tour einfach mit anderen Augen sehen.“

Langweilig wurde es dem Katlenburger auf der nur 500 Einwohner zählenden Insel noch nicht, denn jeder Tag beschert ihm neue Herausforderungen. „Ich treffe hier auf interessante Menschen und eine herzliche, aber auch eigensinnige Form von Kultur - vom professionellem Teetrinken einmal abgesehen.“ Er kann sich einbringen, wie er möchte und Dinge selber anpacken - alles mit und für die Natur.

Der Natur ist der 19-Jährige schon länger verbunden. Schon zu seiner Schulzeit hat der zweifache Gewinner der Niedersächsischen Filmklappe (wir berichteten) alles mit seiner Kamera festgehalten. Das macht er auf Baltrum natürlich auch, und zwar mit großer Leidenschaft.

Soziale Kontakte hat er vor allem in den Wintermonaten aufbauen können. „Kein Wunder, man läuft sich auf dieser Insel eben doch relativ oft über den Weg und lernt sich so schnell kennen.“

Zwischendurch, wenn auch selten, geht es für ihn auch nach Hause, um Familie und Freunde zu besuchen. Ansonsten verlässt er die Insel nur für die fünf FÖJ-Seminare; in denen er sich mit anderen Freiwilligen von der Küstenlinie trifft.

„So schön die Arbeit hier auch sein mag, bezahlter Urlaub, wie manche Besucher lächelnd sagen, ist es das für mich nicht. Ich arbeite) 38,5 Stunden in der Woche, nur eben dort, wo viele andere gerne Urlaub machen!“

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