Als Erstaufnahmestelle für 800 Flüchtlinge geplant

Asbest? Ex-Max-Planck-Institut in Lindau wird auf Schadstoffe untersucht

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Lindau. Das Land Niedersachsen will weiterhin eine Erstaufnahmestelle für 800 Flüchtlinge in Lindau einrichten.

Das Land Niedersachsen hält auch weiterhin an seinen Plänen fest, eine Unterkunft für 800 Flüchtlinge im Gebäudekomplex des ehemaligen Max-Planck-Instituts in Lindau einzurichten. Das sagte eine Sprecherin des Innenministeriums auf Anfrage der HNA.

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Seit einigen Tagen kursiert in Lindau das Gerücht, dass auf dem Gelände eine Asbestbelastung festgestellt wurde und das Land Niedersachsen aus diesem Grund vom Ankauf Abstand genommen habe. Neben der angeblichen Asbestbelastung wird in der Bevölkerung außerdem vermutet, dass es für das Flüchtlingsheim wegen der Schließung der Balkanroute keinen Bedarf mehr gebe.

Jetzt bestätigte das Innenministerium zum einen, dass es weiterhin Ziel sei, dort ein Flüchtlingsheim einzurichten, zum anderen, dass derzeit das staatliche Baumanagement Niedersachsen (SBN) im Auftrag des Innenministeriums bautechnische Voruntersuchungen am Standort Lindau vornehme.

Keine Ergebnisse

Dabei handele es sich laut Sprecherin Svenja Mischel unter anderem um die Überprüfung der Schadstoffbelastung innerhalb der Gebäude. Ergebnisse, ob es eine etwaige Asbestbelastung gibt, würden noch nicht vorliegen.

Vor einigen Wochen hatten Vertreter des Ministeriums bei einer Informationsveranstaltung in Lindau die Pläne für eine Außenstelle des Lagers Friedland vorgestellt.

Schon bei dieser Veranstaltung hatten die Vertreter des Innenministeriums immer wieder betont, dass die Planung für das Lindauer Flüchtlingsheim, das eine Außenstelle des Lagers Friedland werden soll, zwar abgeschlossen, aber endgültig noch nichts entschieden sei.

Vor allem fehle noch die Unterschrift unter dem Kaufvertrag mit der Max-Planck-Gesellschaft.

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