Gemeinde ändert Flächennutzungspläne

Bauland für Wohnen und Arbeiten in Katlenburg-Lindau

In Berka soll entlang der Bundesstraße 241 ein neues Baugebiet (im Bild das grüne Feld) ausgewiesen werden. Es bietet Platz für mindestens 45 Baugrundstücke.
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In Berka soll entlang der Bundesstraße 241 ein neues Baugebiet (im Bild das grüne Feld) ausgewiesen werden. Es bietet Platz für mindestens 45 Baugrundstücke.

Die Gemeinde Katlenburg-Lindau rüstet sich für die Zukunft und weist eine Reihe von neuen Baugebieten aus. Dafür soll jetzt der Flächennutzungsplan geändert werden.

Katlenburg-Lindau – Es geht um zwei neue Wohnbaugebiete für Berka und Gillersheim sowie um ein neues Gewerbegebiet am Ortseingang von Lindau.

Für die Ortschaft Berka plant die Gemeinde ein neues Wohnbaugebiet entlang der Bundesstraße 241, und zwar gegenüber der jetzigen Bebauung des Altdorfbereichs, von Katlenburg kommend rechter Hand im Anschluss an den Rewe- und Aldi-Markt. Es handelt sich um ein Areal mit einer beachtlichen Größe von 5,5 Hektar, das nach Schätzung der Verwaltung etwa 45 Baugrundstücke umfassen kann.

Die Ortschaft Berka habe ansonsten keine andere Entwicklungsoption, sagt Bürgermeister Uwe Ahrens und verweist darauf, dass eine ursprünglich an anderer Stelle, Im Dorfwinkel, geplante Ausweisung eines Baugebiets daran gescheitert sei, dass Eigentümer nicht verkaufen wollten. Es gebe etliche Bauinteressenten im Ort. Geplant sei, dass die Gemeinde das Areal in Etappen selbst erschließt.

Ein weiteres Neubaugebiet soll in Gillersheim südlich im Anschluss an das bereits voll gebaute Baugebiet Kleiner Horbeck am Ortsausgang in Richtung Lindau entstehen. Es ist rund 3,5 Hektar groß und hat Platz für 31 Baugrundstücke, so die Vorlage der Gemeinde an den Rat für die nötige Änderung des Flächennutzungsplans.

Gillersheim, so Ahrens, sei im Entwurf des neuen Regionalen Raumordnungsprogramms durch seine vielfältige Infrastruktur als Ort mit verstärkter Aufgabe für das Wohnen vorgesehen, weshalb das Neubaugebiet nötig sei.

Auch hier gebe es etliche Bauwillige. Die Gemeinde plane auch hier, das Areal abschnittsweise selbst zu erschließen.

Für die Ortschaft Lindau will die Gemeinde die Voraussetzung für ein neues Gewerbegebiet schaffen. Es ist entlang der Bundesstraße 247 am Ortseingang aus Richtung Katlenburg kommend vor dem Leinemann-Gelände angesiedelt und soll 7,5 Hektar umfassen. Für die Ansiedlung von Betrieben hat es laut des Bürgermeisters immer wieder einmal Anfragen gegeben. Man habe jedoch in Lindau keine Flächen vorweisen können.

Ein bislang als Gewerbegebiet vorgesehenes Areal am Siechenanger könne als Gewerbefläche nun doch nicht genutzt werden, weil eine Neuberechnung des Überschwemmungsbereichs der Oder die Fläche als Überschwemmungsgebiet ausweist. Auch eine nördlich der Eichsfeldstraße im Osten Lindau gelegene Fläche habe nicht als Gewerbegebiet realisiert werden können, weil nicht alle Land-Eigentümer verkaufen wollten.

Da Lindau im Regionalen Raumordnungsprogramm als Standort mit Schwerpunktaufgabe Sicherung und Entwicklung von Arbeitsstätten vorgesehen ist und es Betriebsanfragen gebe, sei das Gewerbegebiet im Nordwesten Lindaus nötig, so die Verwaltung. Erschließen werde auch hier die Gemeinde selbst.

Alle Flächennutzungsplanänderungen liegen derzeit in der Verwaltung aus und können dort eingesehen werden. Auch im Internet auf katlenburg-lindau.de sind die Planungen einsehbar. (Axel Gödecke)

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