Älteste Jugendfeuerwehr der Gemeinde

Brandfaß holte die Jungs von der Straße zur Feuerwehr Lindau

Das war die Jugendwehr im Jahr 1986 mit dem heutigen Ortsbrandmeister: (von links) Christoph Brandfaß, Stefan Linnekuhl, Martin Hahn, Peter Ballhausen, Lars Kasper, Arnold Schlote, Detlef Waßmann, Mark Hobrecht, Bernd Freyberg, Markus Spillner, Niko Boogaerts und Frank Römermann. Die Lindauer Wehr feierte in jenem Jahr ihren 75. Geburtstag. Repro und Foto: Oschmann

Lindau. Lindau hat die älteste Jugendfeuerwehr der Gemeinde. Drei Ortsbrandmeister erinnern sich an die Anfänge der Nachwuchsbrandschützer vor 50 Jahren.

Ein kompetenteres Gesprächs-Trio kann es nicht geben: Wenn es um die Jugendfeuerwehr in Lindau geht, ist man bei Werner Brandfaß, Heinrich Schmidt und Lars Kasper bestens aufgehoben. Die drei sind ganz eng mit dem Feuerwehrnachwuchs verbunden. Es ist die älteste Jugendwehr der Gemeinde Katlenburg-Lindau, die jetzt ihren 50. Geburtstag feiert.

Werner Brandfaß erinnert sich genau: „Als ich mit den Aktiven geübt habe, stand immer eine Gruppe Jugendlicher am Rand und hat uns zugeschaut. Irgendwann habe ich sie gefragt, ob sie Lust hätten, mitzumachen. Sie hatten!“

Einer von ihnen war Heinrich Schmidt, wie seine Freunde damals gerade 14 Jahre alt. „Wir haben dann angefangen zu üben, so richtig wie die Großen. Es hat uns riesig Spaß gemacht, wir waren alle fasziniert von der Feuerwehr.“  

Sie können viel über die Geschichte der Jugendfeuerwehr erzählen: Heinrich Schmidt, Lars Kasper und Werner Brandfaß (von links) haben sie aus verschiedenen Perspektiven hautnah erlebt.

Es dauerte nicht lange, da fuhren die Jungs zusammen mit den Aktiven zu einem Wettkampf nach Desingerode im Eichsfeld. Dort gab es schon Jugendwehren. Die Lindauer sicherten sich auf Anhieb den Titel des Kreismeisters und ließen sich mehr als ausgiebig feiern. „Das war ein super Erlebnis“, erinnern sich Schmidt und Brandfaß, der damals Jugendwart war.

Riesig war die Begeisterung, wenn es ins Zeltlager nach Pöhlde ging. „Dort hatten wir soviel Spaß, obwohl fast jede zweite Luftmatratze kaputt war“, erinnert sich Schmidt. „Und bei denen, die heile waren, haben wir die Stöpsel rausgezogen“, fügt er mit seinem bekannten verschmitzten Lachen hinzu.

Schmidt und Brandfaß haben beide Karriere bei der Feuerwehr gemacht, beide waren Ortsbrandmeister in Lindau, Brandfaß sogar Gemeindebrandmeister. Darüber hinaus waren und sind beide Ortsbürgermeister ihres Heimatorts.

Letzteres Amt fehlt dem aktuellen Ortsbrandmeister Lars Kasper noch. Aber mit Schmidt hat er gemein, dass er in der Lindauer Jugendwehr groß geworden ist. Er ist damals dem Fußball nachgejagt, hat bei einem Spielfest auf dem Freizeitgelände seine Lust an der Feuerwehr entdeckt und ist ihr mit viel Begeisterung beigetreten.

„Die ist bis heute geblieben“, räumt er ein. Schmidt - er ist der einzig Übriggebliebene aus der Jugendwehr der ersten Stunde - und Brandfaß ergänzen: „Einmal Feuerwehr, immer Feuerwehr, das ist eine verschworene Gemeinschaft.“

Waches Auge

„Auf die Jugendwehr haben wir ein besonders wachses Auge“, erläutert Kasper, „denn von dort bekommen wir unseren Nachwuchs für die aktive Wehr.“

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