Verhandlungen dauern an

Flüchtlingsunterkunft: Bürgermeister zeigt Verständnis für Ängste der Lindauer

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Die Entscheidung steht noch aus: Schon seit mehreren Monaten ist das ehemalige Max-Plack-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau als Flüchtlingsunterkunft in der Diskussion.

Lindau. Zur geplanten Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Max-Planck-Insstitut in Lindau dauern die Verhandlungen weiter an.

Das Thema zur Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) am Lindauer Ortsrand passt sich offensichtlich den aktuell tiefen Temperaturen an: Es lieg derzeit auf Eis.

„Mir liegen immer noch keine neuen Informationen vor“, sagte Katlenburg-Lin-daus Bürgermeister Uwe Ahrens am Montagabend während der Bürgermeisterdienstversammlung. Dabei hatte der Verwaltungschef ursprünglich schon für Anfang Dezember eine Entscheidung über den geplanten Kauf des Gebäudekomplexes durch das Land Niedersachsen erwartet.

Bauliche Überprüfung

„Die Verhandlungen mit der Max-Planck-Gesellschaft in München dauern immer noch an“, bestätigte der Pressesprecher des Niedersächsischen Innenministeriums, Matthias Eichler, am Dienstag auf Anfrage der HNA. Das liege wohl daran, dass einige bauliche Überprüfungen noch nicht abgeschlossen seien. Außerdem fänden och landesinterne Abstimmungsgespräche statt.

Im Eichsfeldort ist es vorrübergehend etwas ruhiger geworden, was diese Thematik betrifft. Sie ist aber weiterhin aktuell, denn nach Einschätzung von Ahrens ist es nur eine Zeitfrage, bis die Entscheidung in Hannover fallen wird.

„Ich bin sicher, dass das ehemalige MPS über kurz oder lang als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden wird“, nannte der Bürgermeister seine persönliche Einschätzung.

Ahrens sagte, dass er Verständnis dafür habe, dass es innerhalb der Lindauer Einwohnerschaft Ängste und Befürchtungen gebe. Zwar seinen die bisherigen Erfahrungen in anderen Flüchtlingsunterkünften im Landkreis Northeim beispielsweise in Bad Gandersheim und Dassel bisher durchweg positiv und ohne nennenswerte Zwischenfälle, aber eine Garantie, dass nichts passiere, gebe es natürlich nicht - auch dann nicht, wenn diese Einrichtungen professionell betrieben und von Sicherheitskräften unterstützt würden, fügte der Bürgermeister hinzu.

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