Förderverein Burgbergkomplex rekultiviert Streuobstwiese

Burgberg soll erblühen

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So sah es kurz nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Burgberg aus: Die Luftaufnahme zeigt die Streuobstwiese im unteren Bildbereich (1). Das Gebiet unterhalb der heute nur noch als Ruine erhaltenen Kuhstalls (2) soll ebenfalls kultiviert werden.

Katlenburg. Da haben sich die Mitglieder des Fördervereins Katlenburgkomplex ein Mammutprojekt vorgenommen: Sie wollen den westlichen Bereich unterhalb der historischen Katlenburger Burganlage in eine blühende Landschaft verwandeln.

Genauer gesagt: Sie wollen an alte Zeiten anknüpfen und die ehemalige Streuobstwiese zu neuem Leben erwecken. Das ist deshalb so schwierig, weil auf dem Steilhang zwischen der Kreisstraße 413 nach Wachenhausen und der oberhalb verlaufenden Zufahrt zum Burgkomplex nur noch ganz wenige Obstbäume vorhanden sind. „Die restliche Fläche war von Eschen nahezu zugewuchert“, erläutert Vereinschef Siegfried Kusch.

Da haben die wenigen Aktiven des von einer hohen Altersstruktur gekennzeichneten Fördervereins bereits ganze Arbeit geleistet. Allen voran der zweite Vorsitzende Hermann Gebhardt, Martin Großkopf und Siegfried Kusch waren mit Motorsägen, Traktor und Seilwinde im Einsatz und haben die Fläche frei geräumt.

Ganze Arbeit: Hermann Gebhardt, Siegfried Kusch und Martin Großkopf (v. r.) haben dafür gesorgt, dass die Eschen, die sich am Burgberg angesiedelt haben, beseitigt wurden.

„Jetzt können wir nach vorn schauen und eine Neubepflanzung ins Auge fassen“, erläutert Kusch den weiteren Fortgang. Im Herbst sollen die ersten Bäume in die Erde. Noch steht allerdings nicht fest, welche Sorten gepflanzt werden. Nur alte Sorten werden es nicht sein, aber hauptsächlich Apfelbäume. Die Katlenburger setzen dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit der Baumschule Rohde aus Moringen.

Da der Verein nur über ein knappes Budget verfügt, lässt sich die Rekultivierung der Streuobstwiese nur verwirklichen, wenn sich Paten für Bäume („Zehn haben wir bereits!“) und Sponsoren für das Projekt finden. Außerdem sollen Zuschüsse bei der Umweltlotterie Bingo und der Klosterkammer beantragt werden.

Was die Katlenburger noch suchen, sind Schafe und Heidschnucken, die künftig unterhalb des Burgbergs weiden und den Bewuchs so auf natürliche Weise kurz halten.

Die Fläche, um die sich der Förderverein kümmert, ist insgesamt ein Hektar groß. Als nächstes fassen die Aktiven den Bereich unterhalb des ehemaligen Kuhstalls ins Auge, der nur noch als Ruine erhalten ist. „Auch dort haben wir sehr viel Arbeit vor uns, deshalb sind freiwillige Helfer stets willkommen. Die sowie Paten für Obstbäume können sich unter der Telefonnummer 05552 / 1263 an Siegfried Kusch wenden.

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