KOMMUNALWAHL   Gemeinderat Katlenburg-Lindau

CDU und SPD im Rat Katlenburg-Lindau legen zu – AfD stürzt ab

Das Ergebnis der Gemeinderatswahl Katlenburg-Lindau.
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Das Ergebnis der Gemeinderatswahl Katlenburg-Lindau.

Im Rat Katlenburg-Lindau bleibt die CDU mit 10 Sitzen (+1) stärkste Kraft und hat weiter ein Mandat mehr als die SPD mit 9 Sitzen (+1). Die AfD (1 Sitz) verliert ein Mandat, die FWG (bislang 1 Sitz) trat nicht mehr an.

Katlenburg-Lindau – Wichtigstes Fazit der Gemeinderatswahl in Katlenburg-Lindau: Beide großen Parten CDU und SPD legten prozentual deutlich zu, weil die Freie Wählergemeinschaft, die 2016 noch 5,8 Prozent erzielte, nicht mehr antrat und die AfD in der Wählergunst abstürzte und ihr Ergebnis von 2016 nahezu halbierte (minus 3,9 Prozentpunkte).

Hier noch einmal das Endergebnis der Ratswahl in Katlenburg-Lindau:

SPD 46,1 Prozent (+4,1), CDU: 49,9 Prozent (+5,7) und AfD: 4,1 Prozent (-3,9).

In der Gemeinde Mehrheiten für Ratsentscheidungen zu finden, dürfte auch in der kommenden Legislaturperiode kaum problematischer werden, obwohl es die Gruppe SPD/FWG nicht mehr geben wird, weil die Freien Wähler nicht mehr antraten.

Grund: In der Gemeinde waren bisher immer schon alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam von der Gruppe SPD/FWG und der CDU gefasst worden. Darin dürfte sich auch künftig nichts ändern, auch wenn jetzt die CDU rechnerisch stärker wird und einen Sitz mehr hat.

Stimmrecht hat schließlich auch noch der frisch wiedergewählte parteilose Bürgermeister Uwe Ahrens, der bei der Wahl von der SPD unterstützt worden war.

SPD

Zufrieden mit dem Ausgang der Ratswahl zeigt sich der Vorsitzende des SPD-Gemeindeverbands, Rainer Lienemann. „Wir haben einen Sitz mehr als in der letzten Wahlperiode und wir sind froh, dass die AfD nicht mehr zwei Sitze beanspruchen kann“, fährt er fort.

Rainer Lienemann, Vorsitzender SPD-Ortsverband Katlenburg-Lindau

   Ich war auch nicht überrascht, dass unser Bürgermeister so deutlich gewonnen hat“, sagte er erfreut zur Wiederwahl von Uwe Ahrens, der als Parteiloser von den Sozialdemokraten unterstützt worden war und den CDU-Kandidaten Tobias Grote klar mit 63,3 zu 36,7 Prozent hinter sich ließ.

   Die Ära mit den Freien Wählern als Gruppe sei nun leider ausgelaufen, ergänzte Lienemann. Doch er sei sich sicher, dass es auch künftig mit der CDU eine gute Zusammenarbeit geben werde und die meisten Beschlüsse auch künftig einstimmig gefasst werden.

CDU

„Ich finde unser Ergebnis toll“, sagte CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Tobias Grote zum Ergebnis seiner Partei bei der Gemeinderatswahl. Die CDU hatte deutlich um 5,7 Punkte zugelegt und verfehlte letztlich mit 49,9 Prozent nur haarscharf die 50-Prozentmarke.

Tobias Grote, Vorsitzender CDU-Gemeindeverband Katlenburg-Lindau

Etwas irritierend sei für Grote die Tatsache, dass er selbst mit 1178 Stimmen bei der Ratswahl das beste Ergebnis aller Kandidaten eingefahren habe, bei der Bürgermeisterwahl aber deutlich gegen Uwe Ahrens (parteilos, aber von SPD unterstützt) verloren habe. Die CDU werde, so Grote, in der künftigen Legislatur weiter mit der SPD in allen wichtigen Sachentscheidungen zusammenarbeiten.

Grote: „Davon hat die Gemeinde in den letzten Jahren immer profitiert und das sollte auch so bleiben.“ Man werde auch künftig darauf achten, nicht mehr auszugeben als man einnehme.

AfD

Die AfD musste bei der Ratswahl eine deutliche Schlappe einstecken. Sie verlor fast die Hälfte ihrer bisherigen Stimmanteile und landete bei 4,1 Prozent. Damit steht ihr nur noch ein Sitz im Rat zu, den wieder Volker Spellig einnehmen wird. Er war bislang schon einziger AfD-Vertreter, weil nach dem Wegzug einer AfD-Ratsfrau wegen eines fehlenden Nachrückers die Partei nur noch mit einem Sitz im Rat vertreten war. (Axel Gödecke)

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