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Etat mit Rekord-Investitionen für Katlenburg-Lindau

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Von: Axel Gödecke

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Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Wachenhausen durch den Landkreis und die Gemeinde ist die größte Investition in 2023, 2024 und 2025. Die Seitenbereiche und Kanalisationserneuerung muss die Gemeinde bezahlen.
Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt von Wachenhausen durch den Landkreis und die Gemeinde ist die größte Investition in 2023, 2024 und 2025. Die Seitenbereiche und Kanalisationserneuerung muss die Gemeinde bezahlen. © Olaf Weiss

Mit einer Rekord-Investitionssumme von 7,5 Millionen Euro verabschiedete der Gemeinderat Katlenburg-Lindau den Haushalt der Gemeinde für 2023.

Katlenburg-Lindau - Wie immer erfolgte das Votum zum Gemeindeetat durch den Gemeinderat einstimmig. Letztmalig fand die Sitzung des rates im Gasthaus Kiel in Elvershausen statt, das bald seine Pforten schließen wird.

Eingehalten wurde zudem die in Katlenburg-Lindau schon lange geltende Tradition, dass der Etat ausgeglichen ist. Das schaffte Kämmerer Klaus-Dieter Rust bei der genannten Rekord-Investitionssumme allerdings nur durch eine Kreditaufnahme von 3,5 Millionen Euro. Eine Aufnahme in einer Größenordnung, wie es sie seit 14 Jahren nicht mehr gegeben hat, wie Bürgermeister Uwe Ahrens betonte.

Nur so könne man aber die Eigenanteile an den Kosten für Großprojekte wie die 6,5 Millionen Euro teure Erneuerung der Ortsdurchfahrt Wachenhausen – davon muss die Gemeinde in Abschnitten 2,5 Millionen Euro für Seitenbereiche und Kanal selbst aufbringen – und den Neubau einer Kita in Lindau für 1,5 Millionen Euro finanzieren.

3,5 Millionen Euro Kreditaufnahme nötig

Insgesamt schließt der Haushalt der 7500-Einwohner-Gemeinde im Ergebnisetat mit je rund 12,7 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben und ist damit gegenüber dem Vorjahr um fast eine Million Euro gewachsen. Mit der neuen Kreditaufnahme wird sich der Schuldenstand der Gemeinde um 3,5 Millionen auf 5,1 Millionen Euro erhöhen. Die Hebesätze der Gewerbes- und Grundsteuern bleiben konstant.

Die beiden Chefs der großen Fraktionen im Rat, Roy Walowsky (CDU) und Uwe Lebensieg (SPD) dankten in ihren Haushaltsreden allen Ehrenamtlichen in der Gemeinde für ihr Engagement, das das Gemeindeleben am Laufen halte, und hinsichtlich des Haushalts der Verwaltung für die geleistete gute Vorarbeit. Der Etatentwurf sei wieder ausgeglichen und alle Ortsräte hätten zugestimmt.

Walowky hob insbesondere die Tatsache hervor, dass es der Verwaltung einmal mehr gelungen sei, hohe Fördersätze von bis zu 90 Prozent für die vielen Investitionen zu generieren. Zugleich sei verwaltungsseitig die Digitalisierung vorangebracht worden, weitere Schritte für ein „digitales Rathaus“ seien aber noch nötig.

Lebensieg verteidigte die hohe Kreditaufnahme, denn nur so könne man die Eigenkosten für die Projekte finanzieren und an Zuschüsse aus den Dorfentwicklungsprogrammen kommen. Er regte an, künftig das Bauamt dadurch zu entlasten, in dem man mehr Planungsaufträge an externe Büros vergebe.

Ratsvorsitzender Hans-Dietmar Kreitz (CDU) mahnte in seinem Schlusswort allerdings, dass die Gemeinde den Schuldenstand wieder herunterfahren solle, möglichst unter drei Millionen Euro.

Das gibt es für die 7,5 Millionen Euro

Folgende größere Investitionen sind im Haushalt für 2023 geplant:

In Katlenburg: 535 000 Euro für neues Baugebiet Weingarten West, 172 000 Euro für neuen Wohnmobilstellplatz, 72 000 Euro für Katelbach-Kita (Fenster, Spielgeräte und Trinkwasserleitung), 30 000 Euro für LED-Beleuchtung Fußweg in Richtung Berka;

in Lindau: 1,5 Millionen Euro für Kita-Neubau neben bestehender Kita, 880 000 Euro für Erneuerung Marienstraße; 89 000 Euro für Fußwegbau auf Friedhof, 55 000 Euro für Fußweg Siechenanger;

in Wachenhausen: 635 000 Euro für Ausbau Ortsdurchfahrt (Seitenbereiche) mit Planung, 1. Abschnitt;

in Gillersheim: 625 000 Euro für Ausbau „Im Siek“;

in Berka: 887 000 Euro für Ausbau „Am Thie“, 265 000 Euro für Erweiterung oder andere Lösung Feuerwehrhaus Berka;

in Elvershausen: 502 000 Euro für Sanierung Sporthaus und neue LED-Flutlichtanlage am Sportplatz, 265 000 Euro für Bohrung eines neuen Trinkwasserbrunnens;

in Suterode: 90 000 Euro für Fertigstellung Rückhaltebecken am Feuerwehrhaus, 40 000 Euro für energetische Sanierung Feuerwehrhaus;

Burgbergschule: 93 000 Euro für Beleuchtung, energetische Sanierung, Mädchentoiletten, Werkbänke.

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