Notunterkunft soll in ehemaliges Max-Planck-Institut

Flüchtlingsunterbringung: CDU mahnt Informationen an

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Ehemaliges Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung: Das Land prüft, ob es in den Gebäuden links im Vordergrund Flüchtlinge unterbringen kann. Im Hintergrund ist der Flecken LIndau zu sehen.

Lindau. Scharfe Kritik an der Informationspolitik der niedersächsischen Landesregierung übt der CDU-Gemeindeverband Katlenburg-Lindau im Zusammenhang mit den Plänen, in den ehemaligen Gebäuden des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Lindau eine Notunterkunft für Flüchtlinge einzurichten.

„Informationen nur aus der Presse beziehungsweise auf vielleicht folgenden Informationsabenden zu erfahren, ist ein schlechter Stil, der umgehend abgestellt werden muss“, betont der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands, Eckhard Steinmetz, in einer Pressemitteilung. Alle politischen Ebenen müssten zusammenarbeiten, um die Herkulesaufgabe zu bewältigen, die die Flüchtlingswelle bedeutet.

Schon der Respekt vor dem ehrenamtlichen Engagement gebiete es, heißt es in der Erklärung, die Politik vor Ort frühzeitig miteinzubinden und nicht über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden. Denn es sei die Bevölkerung, die mit den Folgen dieser Entscheidung leben müsse.

Bis zu 1500 Flüchtlinge in einem Ort mit 1700 Einwohnern unterzubringen ist aus Sicht der CDU unverhältnismäßig. „Das hat auch nichts damit zu tun, das Unterbringungsproblem auf andere verschieben zu wollen“, betont die CDU.

Nach HNA-Informationen gehen Behörden im Landkreis Northeim von bis zu 1500 Flüchtlingen aus, die in Lindau untergebracht werden könnten. Das Innenministerium in Hannover hat diese Zahl nicht bestätigt.

Diese Kritik richte sich nicht gegen die Flüchtlinge, die für die Zuteilung der Unterkunft nichts könnten, sondern gegen die Ohnmachtshandlungen der Landesregierung, betont die CDU.

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