Keinen gemeinsamen Nenner beim Kaufpreis gefunden

Flüchtlingsunterkunft in Lindau soll vom Tisch sein

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Das ehemalige Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Lindau.

Lindau. Die Gebäude des ehemaligen Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung am südlichen Ortsrat von Lindau sollen für die Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft aus dem Rennen sein.

Aktualisiert um 16.53 Uhr

Wie aus gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde, hätten sich die seit Monaten andauernden Verhandlungen zwischen dem Niedersächsischen Innenministerium in Hannover als Kaufinteressent und der Max-Planck-Gesellschaft in München als Eigentümerin der Immobilie zerschlagen. Als Grund wird genannt, dass sich die Verhandlungspartner nicht auf einen Kaufpreis verständigen konnten. Der Vertragsentwurf sei vom Ministerium deshalb jetzt ohne Unterschrift zu den Akten gelegt worden.

Die Verhandlungen laufen bereits seit dem vergangenen Jahr. Ziel war es, in den nach dem Umzug des Instituts nach Göttingen leer stehenden Gebäuden eine Flüchtlingsunterkunft für 800 bis 1000 Personen als Nebenstelle des Lagers Friedland einzurichten.

Schon im November vergangenen Jahres war der Vertragsabschluss zwischen dem Land und der Max-Planck-Gesellschaft erwartet worden. Passiert ist jedoch nichts. Auch genannte Folgetermine haben sich in Luft aufgelöst. Vom Innenministerium gab es dazu kaum klare Aussagen. Noch in dieser Woche hieß es von offizieller Seite, dass die Schadstoffuntersuchungen (Asbestbelastung) noch nicht abgeschlossen seien. Außerdem prüfe das Ministerium den aktuellen Bedarf mit Blick auf rückläufige Flüchtlingszahlen.

Ministeriumssprecher Matthias Eichler sagte am Freitag auf Anfrage der HNA, dass sich das Verfahren um den Standort Lindau offiziell immer noch auf dem Prüfstand befindet. Er kündigte allerdings an, dass das Ministerium Anfang der kommenden Woche seine Entscheidung in dieser Angelegenheit verkünden wird.

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