Katlenburg-Lindau

Gemeinde trotz sinkender Einwohnerzahl optimistisch

Wird ab Frühjahr ausgebaut: Die Straße zwischen Katlenburg und Suterode ist mit zwei Millionen Euro veranschlagt. Foto:  Oschmann

Katlenburg-Lindau. Die Einwohnerzahl der Gemeinde Katlenburg-Lindau befindet sich weiter im Sinkflug. Dennoch zeigt sich Bürgermeister Uwe Ahrens einigermaßen optimistisch.

Er kann der Negativ-Bilanz insofern etwas Positives abgewinnen, weil die Quote mit 0,6 Prozent unter denen vergleichbarer Kommunen liegt.

7254 Einwohner hatte die Gemeinde zu Beginn des Jahres 2014, am Jahresende waren es 44 weniger. Zwar kletterte die Zahl der Geburten von 54 im Jahr davor auf 65, doch stiegen auch die Sterbefälle von 63 auf 75 in ähnlicher Größenordnung.

310 Zuzügen standen im vergangenen Jahr 356 Personen gegenüber, die der Gemeinde den Rücken gekehrt haben. 208 Personen sind innerhalb der Gemeinde umgezogen. 28 Paare gaben sich das Ja-Wort, 20 haben sich scheiden lassen. Allein bei der Zahl der Aussiedler gab es mit einem Zuwachs von 16 auf jetzt 331 Personen ein leichtes Plus. Die Zahl der Asylbewerber beläuft sich aktuell auf 48.

Das bedeutet, dass der Wohnraum in diesem Bereich knapp werden könnte, weil laut Ordnungsamtsleiterin Ina Danne mit weiteren Zuweisungen an die Gemeinde gerechnet werden muss. Deshalb bittet sie darum, Leerstände zu melden, die für eine Unterbringung in Frage kommen. Leerstände gibt es in der Gemeinde derzeit 70.

Biogas vor dem Aus?

Zur Verbesserung der Infrastruktur gibt es in diesem Jahr ein positives Signal, denn die Kreisstraße zwischen Katlenburg und Suterode wird ausgebaut. Dafür hat der Landkreis Northeim zwei Millionen Euro in seinem Haushalt eingeplant. In dieser Summe beinhaltet ist ein parallel zur Straße verlaufenden Radweg. Der Start der Baumaßnahme soll im Frühjahr erfolgen und im Oktober abgeschlossen werden.

Nicht ungern werden viele Lindauer hören, dass sich in Sachen Biogasanlage vor den Toren der Eichsfeldortschaft noch immer nichts getan hat. „Das Verfahren ruht“, sagte Ahrens bei der Bürgermeisterdienstversammlung. Der Verwaltungschef ließ anklingen, dass das Projekt durch die Änderungen im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) zumindest in Frage gestellt werde.

Lindaus Ortsbürgermeister Heinrich Schmidt ist zu Ohren gekommen, dass die Biogasanlage bereits „beerdigt“ worden sei. Nach seinem Wissensstand würden die Investoren in Kürze eine Entscheidung fällen. Im März sei eine Versammlung geplant.

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