Neuer Markt soll 1000 Quadratmeter haben

Investor will Einkaufsmarkt in Lindau bauen

Bekommt Lindau endlich einen neuen Einkaufsmarkt? Diese Luftaufnahme zeigt in der Bildmitte den dafür ausgewählten Standort an der Bundesstraße 247.wischen der kleinen Wohnbebauung und dem Bauernhof Linnekuhl. Foto:  Wiese/nh

Katlenburg-Lindau. Es gibt drei Themen, bei denen es in der Gemeinde Katlenburg-Lindau nicht so recht voran geht. In allen drei Fällen ist der Eichsfeldort Lindau betroffen. Am längsten währt inzwischen die Suche nach einem Betreiber für einen neuen Einkaufsmarkt.

Es folgen der geplante Bau einer Biogasanlage und schließlich als jüngste Sorge die Neubelebung des leer stehenden Gebäudekomplexes des nach Göttingen umgezogenen Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung (MPS).

Nachdem der Penny-Markt vor einigen Jahren ins benachbarte Katlenburg umgezogen ist, sind die Lindauer chronisch unterversorgt, denn alle bisherigen Bemühungen, einen neuen Discounter zu finden, haben nicht gefruchtet.

Doch es tut sich etwas. Wie Bürgermeister Uwe Ahrens während der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend bekannt gab, befinde man sich bei den Verhandlungen auf der Zielgeraden. Lediglich der Abschluss fehle noch.

1000 Quadratmeter

Der Verwaltungschef erläuterte, dass es an der Bundesstraße am südöstlichen Ortsrand Richtung Bilshausen einen geeigneten Standort gibt, auf dem ein 1000 Quadratmeter großer Markt entstehen soll. Ein Investor aus Osterode will das Gebäude errichten und dann an einen Discounter vermieten. Die planerischen Vorbereitungen auf Gemeindeebene laufen bereits.

Das Thema Biogasanlage gärt ebenfalls schon seit geraumer Zeit. Die Anlage, die im Bereich des Strohkrugs bei Bilshausen auf Lindauer Gebiet entstehen soll, stand im Frühjahr schon kurz vor einer Entscheidung im Gemeinderat. Dann fehlten einige Unterlagen, die bis heute nicht vorliegen. „Der Investor bestimmt das Tempo“, brachte es Ahrens auf den Punkt. Inzwischen stelle sich die Frage, ob sich ein derartiges Projekt noch rechne.

Projekt-Gegnerin Theresia Tschacher beklagte in der Bürgerfragestunde, dass ihrer Ansicht nach einige Widersacher belächelt oder sogar lächerlich gemacht würden. „Es gibt da gezielte Attacken“, sagte die Lindauerin.

Ahrens erwiderte, dass es natürlich leidlich sei, wenn Fragen, die schon 24-mal beantwortet wurden, zum 25. Mal in gleicher Form gestellt würden. Lindaus Ortsbürgermeister Heinrich Schmidt wies die Schacher-Kritik zurück. „Der Ortsrat hat mit seinem Nein zur Biogasanlage ein klares Zeichen gesetzt. Für uns ist das Thema durch.“

Max Planck-Gelände noch möglich

Absolut noch nicht durch ist das Thema des ehemaligen Max Planck-Geländes. Die Vermarktung der Gebäude, die sich im Eigentum der Max Planck Gesellschaft befinden, komme bis auf ganz wenige Neunutzungen kaum voran.

Deshalb gibt es jetzt einen Besichtigungs- und Informationstermin für Unternehmen, zu dem am 19. November Interessenten aus den Landkreisen Northeim, Göttingen und Osterode erwartet werden.

Von Hans-J. Oschmann

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