Hund soll bis zu 26.000 Euro kosten  

Assistent auf vier Pfoten: Junge aus Gillersheim braucht Spenden 

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Möchten ihrem Sohn Justus einen Assistenzhund schenken: Dafür sind Nicola, Henning und ihre Tochter Carlotta aus Gillersheim auf Spenden angewiesen. 

Nichts sehnlicher als einen Hund wünscht sich der dreijährige Justus Kaiser aus Gillersheim im Kreis Northeim. Er kann nicht selbstständig laufen und braucht daher tierische Hilfe. 

Wegen Sauerstoffmangel während seiner Geburt kann sich der Junge nur robbend fortbewegen. Das hindert ihn daran, einfachste Alltagsaufgaben zu bewältigen. Deswegen ist es Justus’ größter Traum, einen eigenen Assistenzhund zu haben, der ihm ein Stück Selbstständigkeit im Alltag zurückgibt.

Das Problem: Ein Hund mit einer solchen Ausbildung würde die Familie Kaiser bis zu 26.000 Euro kosten. Einen Teil davon wollen Justus’ Eltern Henning (29) und Nicola Kaiser (26) selbst aufbringen. Damit der Traum des Dreijährigen in Erfüllung gehen kann, ist die Familie aber auch auf Spenden angewiesen.

Justus hat keine Rumpfstabilität

Dass mit dem Dreijährigen etwas nicht stimmt, stellten seine Eltern bereits nach kurzer Zeit fest, mit fast zwei Jahren konnte er immer noch nicht sitzen, krabbeln oder laufen. Die Diagnose: Infantile Cerebralparese. „Justus ist kognitiv vollkommen auf der Höhe, aber er hat keine Rumpfstabilität“, erklärt sein Vater. Zur Fortbewegung muss er deswegen entweder getragen werden, über den Boden robben oder im Stehständer rollen.

Erstmals ins Auge gefallen ist der Familie Kaiser ein Assistenzhund bei einem Besuch in Braunschweig. „Wir haben uns dann ausgiebiger mit dem Thema beschäftigt und sind auf den Verein Patronus-Assistenzhunde in der Nähe von Rostock aufmerksam geworden, der in Zusammenarbeit mit Trainern Assistenzhunde für Menschen mit Handicap ausbildet. Im Umkreis von 250 bis 300 Kilometern um Gillersheim haben wir niemanden gefunden, der Tiere für diese Zwecke ausbildet“, erklärt Justus' Mutter.

Hund soll bei alltäglichen Aufgaben unterstützen

Im Alltag soll der Hund aber nicht nur ein Freund und treuer Wegbegleiter sein, sondern den Dreijährigen bei einfachen Aufgaben wie beim Anziehen, dem Öffnen von Türen oder dem Betätigen des Lichtschalters unterstützen. „In dem Hund sehen wir nicht nur die Chance für Justus, mit der Liebe und Treue eines Hundes aufzuwachsen, sondern auch ein weiteres Paar wachsame Augen, die uns als Eltern unterstützen“, erklären Henning und Nicola Kaiser.

Noch im Dezember oder im Januar werden Vereinsvertreter von Patronus-Assistenzhunde aus Mönchhagen (Landkreis Rostock) bei der Familie in Gillersheim vorbeischauen, um Justus kennzulernen. „Er hat dann die Chance, Hunde zu treffen, die für ihn in Frage kommen“, erklärt Henning Kaiser.

Dann wird der ausgewählte Hund noch einmal sechs Monate speziell auf die Bedürfnisse von Justus geschult. „Für die Betreuung kommen vorrangig Labradore, Pudel und Australian Shepherd in Frage“, erklärt die Familie.

Wer dabei helfen möchte, den Wunsch von Justus und seiner Familie zu erfüllen, kann das mit einer Spende an den Verein Patronus-Assistenzhunde tun: IBAN: DE64 1001 0010 0908 527105 BIC-Code: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Justus.

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