Projekt für 600.000 Euro 

Burg in Katlenburg: Sanierung kann starten

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Die Katlenburg: Saniert werden muss das Haupthaus (gelb im Bild), das unterhalb des Bretterbehangs aus Fachwerk besteht. Das Bild entstand, als die Gaststätte mit Terrassenbewirtsc haftung noch in Betrieb war.

Über ein Jahr hat die Bewilligung der Zuschüsse für die Sanierung des Haupthauses der Burg Katlenburg gedauert. Jetzt endlich liegt sie vor, berichtet Bürgermeister Uwe Ahrens.

Die Arbeiten sollen Anfang kommenden Jahres starten. Fast 600 000 Euro wird die grundlegende Überarbeitung der Gebäudefassaden kosten.

Im Sommer vorigen Jahres war der Pilzbefall an den Gefachen und der Fachwerk-Ständerkonstruktion unterhalb des Bretterverschlags der Fassade an dem Gebäude entdeckt worden.

Und das, obwohl der aus dem 17. Jahrhundert stammende Fachwerkbau, in dem einst der Amtmann des Fürstentums Grubenhagen seinen Sitz hatte, erst 2013 aus Stadt mitteln saniert worden war.

Baupfusch konnte nicht festgestellt werden 

Baupfusch, dem man einer Firma nachweisen könne, habe die Gemeinde allerdings nicht feststellen können, sagt der Bürgermeister.

Die Sanierung werde in zwei Abschnitten erfolgen. Den Auftakt bildet laut Ahrens die Überarbeitung der Fachwerkständer und Gefache unterhalb der Verbretterung an drei Außenseiten des Hauses, die nach einer Schätzung 435.000 Euro kosten wird.

Dafür seien 250.000 Euro an Zuschüssen eingeplant, 185.000 Euro müsse die Gemeinde selbst tragen. Die Fördermittel kommen laut Ahrens im Wesentlichen aus den Fördertöpfen „Dörfliche Entwicklung (150.000 Euro) und „Kulturerbe Denkmalschutz“ (45.000 Euro) des Bundes- und EU-Programms Zile (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung) sowie von der Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises (45.000 Euro).

Weitere Erneuerungen geplant 

Geplant sei im Anschluss auch noch die Erneuerung der Bretter-Beplankung, die nach bisherigen Kostenschätzungen etwa 150.000 Euro kosten werde. Auch dafür habe die Gemeinde einen Zuschussantrag beim Amt für regionale Entwicklung gestellt. „Wir rechnen für den zweiten Sanierungsabschnitt mit 95.000 Euro an Zuschüssen“, sagt Bürgermeister Ahrens. Die Sanierung des Haupthauses des Burgbergkomplexes ist Teil des Dorfentwicklungsprogramms „Wir fünf im Rhumetal“, für dessen finanzielle Förderung als Genehmigungsstelle das Amt für regionale Entwicklung in Göttingen zuständig ist.

Der Bürgermeister betont, dass alle nicht von der Sanierung betroffenen Gebäudeteile des Burgbergkomplexes, wie die Reithalle, der Rittersaal (Trauzimmer), der Pferdestall, und der Weinkeller weiter für private Veranstaltungen genutzt werden können.

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