"Movie on Stage" als Titel des nächsten Programms

Tanzshow von Kerstin Baufeldt: Begeisterung ist das Wichtigste

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Die Vorbereitung läuft: Die Katlenburger Tanzpädagogin Kerstin Baufeldt macht fast alles selbst: Auch mit Hammer und Pinsel kann sie umgehen. Aus 1400 Federn hat sie 20 Boas hergestellt.

Katlenburg. Hinter den Tanzshows von Kerstin Baufeldt stecken unendlich viel Vorbereitungszeit und hohe Kosten.

„Da hat sie sich die Taschen aber wieder schön vollgesteckt!“ Wenn die traditionelle Tanzshow von Kerstin Baufeldt mit ihren Eleven an zwei Tagen über die Bühne geht, der Beifall der Zuschauer aufbraust und die Stadthalle beide Male ausverkauft ist, sind solche Äußerungen an der Tagesordnung. Der Ärger der Tanzpädagogin darüber hält sich inzwischen in Grenzen. Berühren tut er sie allerdings schon.

Der Lohn für ganz viel Arbeit: Wenn Kerstin Baufeldt nach der Show zwischen ihren Tänzerinnen „badet“, fällt alles von ihr ab.

Niemand kann wirklich ermessen, was die 47-Jährige bis zu diesem Moment, in dem sie umringt von ihren bunt kostümierten Schülerinnen auf der Bühne steht und den Beifall genießt, an Arbeit geleistet hat. Hinter ihr liegt eine 18-monatige Vorbereitungszeit mit bis zu 90 Arbeitsstunden pro Woche in der Endphase. Und sie hat 20.000 Euro investiert, um die Show auf die Beine zu stellen. 

Nach der Show ist vor der Show. Ist der Beifall verklungen, beginnt die Tanzpädagogin und Choreografin sofortdamit, ihre bereits entwickelten Ideen für die nächste Aufführung zu konkretisieren. Passend zum Thema sucht sie die Musik, die sie selbst zusammenschneidet. Ihre inzwischen 280 ausschließlich weiblichen Schüler zwischen fünf und 30 Jahren bindet sie immer in alles mit ein. 

„Ich versuche, meinen Enthusiasmus auf sie zu übertragen. Nur wenn das klappt, können, sie ihrerseits die eigene Begeisterung auf die Bühne auf das Publikum übertragen“, schildert sie dieses Prozess, der für sie unheimlich wichtig ist. Kerstin Baufeldt ist eine Perfektionistin.

Die nächste Show hat sie immer im Kopf. „Ich schließe die Augen, verinnerliche die Musik, entwickle in Gedanken neue Tanzschritte und probiere diese vor dem Spiegel aus“, beschreibt sie ihre Arbeitsweise. Parallel macht sie sich über Requisiten und Kostüme Gedanken. Den Stift hat sie fast immer in der Hand, um spontane Ideen festzuhalten - selbst nachts. „Zum Glück macht meine Familie das mit, wenn ich direkt vor dem Auftritt kaum noch ansprechbar bin.“

Die Kostüme sind besonders aufwändig, da kommt nichts von der Stange. Alles wird selbst entworfen und genäht - alles kostenlos für ihre Eleven. „Die zahlen nur ihren monatlichen Beitrag von 30 Euro“, beschreibt sie das Prozedere. 350 bis 400 Kostüme braucht sie diesmal.

„Movie on Stage“ lautet der Titel der nächsten Show, die sich nach und nach wie ein Puzzle zusammenfügt. Themen wie James Bond, Avatar, Harry Potter und Biene Maja werden dabei sein, aber auch Musik aus Schindlers Liste. „Jeder Tanz erzählt eine Geschichte und ich möchte wie mit dem Kriegsdrama auch zum Nachdenken anregen!“

Die nächsten Shows finden am 12. und 13. März wegen Überschneidungen zunächst in der Stadthalle Osterode statt. „Aufführungen in Northeim werden ganz sicher folgen“, sagt Baufeldt. Der Vorverkauf startet am 14. Dezember bei Papierus in Northeim, beim HNA-Kartenservice und online. Erwachsene zahlen 15/12 Euro, Kinder 8,50/7 Euro.

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