Gemeinderat verabschiedet Etat 2021

Rekord: Katlenburg-Lindau investiert 3,5 Millionen Euro

Der Burgberg-Komplex Katlenburg: 460 000 Euro investiert die Gemeinde 2021 in die Anlage. Entstehen soll ein Wohnmobilplatz in der Kuhstallruine (rechts). Zudem wird das Haupthaus (links) weiter saniert.  
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Der Burgberg-Komplex Katlenburg: 460 000 Euro investiert die Gemeinde 2021 in die Anlage. Entstehen soll ein Wohnmobilplatz in der Kuhstallruine (rechts). Zudem wird das Haupthaus (links) weiter saniert. Archiv

Der Haushalt der Gemeinde Katlenburg-Lindau für 2021 glänzt durch ein Rekord-Investitionsvolumen von 3,5 Millionen Euro.

Katlenburg-Lindau – Das dürfte ein Rekord sein: Keine 60 Sekunden benötigte der Rat der Gemeinde Katlenburg-Lindau in seiner Sitzung im Forum der Lindauer Rhumetalschule, um den Haushalt für 2021 zu verabschieden. Er zeichnet sich vor allem durch ein ebenso rekordverdächtiges Investitionsvolumen mit Ausgaben von 3,5 Millionen Euro aus.

Der Beschluss über das Zahlenwerk, das mit einem kleinen Defizit von 157 000 Euro schließt, das aus Rücklagen mühelos bis 2024 gedeckt werden kann, erfolgte einstimmig ohne Diskussion.

Die Sprecher der beiden großen Fraktionen, Roy Walowsky (CDU) und Stefan Vogel (SPD) lobten in einem Nachwort die Mitarbeiter der Verwaltung. Ihnen sei es im Wesentlichen zu verdanken, dass eine kleine Gemeinde wie Katlenburg-Lindau mit ihren nur 7070 Einwohnern ein solch großes Investitionsvolumen stemmen könne.

„Das geht nur durch wirklich solides Wirtschaften und ein kluges Ausschöpfen der Fördertöpfe“, lobte CDU-Fraktionschef Walowsky. Und SPD-Ratsherr Vogel ergänzte: „3,5 Millionen als Investitionssumme und das bei nur 400 000 Euro neuen Schulden, das ist beachtlich.“

Dorfentwicklungsprogramm

Hauptgrund für das hohe Investitionsvolumen, das gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 650 000 Euro anwachsen wird, sind die vielen geplanten Baumaßnahmen im Dorfentwicklungsprogramm „Wir fünf im Rhumetal“. Rund zwei Millionen Euro werden allein für Baumaßnahmen in diesem Programm in den fünf Dörfern Elvershausen, Berka, Katlenburg, Lindau und Gillersheim ausgegeben. Die Gemeinde erwartet 44 Prozent an Zuschüssen von Land und Bund.

Die größten Brocken im Dorfregionen-Programm sind die Baumaßnahmen auf dem Katlenburger Burgberg, sprich die Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes und die Sanierung des Haupthauses (rund 460 000 Euro sowie der Ausbau der Straßen Zum Stöntor in Berka (580 000 Euro), der Taake in Elvershausen (470 000 Euro) und der Marienstraße in Lindau (380 000 Euro).

Außerdem werden aus diesem Programm bezuschusst: die Technikausstattung der Festhalle Berka mit Lüftung, LED-Beleuchtung, Beamer, Rollläden und Trennvorhang (140 000 Euro) sowie in Gillersheim der Bau barrierefreier Toiletten im Dorfgemeinschaftshaus (105 000 Euro).

Weitere größere Investitionen der Gemeinde im kommenden Jahr sind unter anderem der Ausbau der Oberen Wiesenstraße in Wachenhausen (245 000 Euro) sowie die Erschließung neuer Baugebiete in Elvershausen (Fliederstraße, 200 000 Euro), in Gillersheim (Kleiner Horbeck, 25 000 Euro), in Berka (südlich B 247, 25 000 Euro) und in Lindau (Helmut-Krüger-Straße, 50 000 Euro).

(Von Axel Gödecke)

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