Wann die Straße ausgebaut wird, ist noch unklar

Lange Reihe in Berka: Eine der schlechtesten Straßen im Gemeindegebiet

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Der Übergang bereitet Sorgen: Zwischen Schotter und Bitumen gibt es einen vor allem für Fahrradfahrer gefährlichen Höhenunterschied, beklagen die Anlieger Günter Thies (links) und Werner Vogel.

Berka. Anlieger sind sauer über die Holperstrecke. Ein Ausbau ist aktuell nicht in Sicht.

Keine Frage: Die Lange Reihe in Berka ist eine der schlechtesten Straßen im gesamten Gemeindegebiet Katlenburg-Lindau, was sogar die Verwaltung bestätigt. Das bekommen vor allem die Anlieger täglich zu spüren. Weil sie wissen, dass sich in absehbarer Zeit an diesem Zustand nichts ändern wird, macht sich bei ihnen so etwas wie Galgenhumor breit: „Wir wollen uns mit unserer Straße als Teststrecke für Geländefahrzeuge bewerben!“

Riesige Wasserlache: Bei Regen kommen die Anlieger nicht mehr trockenen Fußes in ihre Häuser.

In einem wirklich guten Zustand ist die Lange Reihe schon lange nicht mehr. Viel schlimmer ist es allerdings 2015 geworden. Vor einem Jahr ist dort ein neuer Regenwasserkanal mit einem Durchmesser von einem Meter auf der Ostseite verlegt worden.  Nach den Bauarbeiten ist dort nichts mehr passiert, lautet die Kritik der Anlieger. Die Fahrbahn besteht jetzt je zur Hälfte aus einer ziemlich maroden Bitumenschicht und aus einem losen Schotterbelag. Für die Anwohner ist dies ein nicht vertretbarer Zustand, beklagen Günter Thies und Werner Vogel. Bei Regen verwandele sich die Schotterfläche in einen „kleinen See“. Zudem sei der Übergang zwischen Schotter und Bitumen unterschiedlich hoch und bilde so eine Gefahr. „Ein Radfahrer ist hier schon gestürzt“, sagt Vogel.  Um die Situation etwas zu entschärfen, hat der Bauhof in Absprache mit Ortsbürgermeister Dirk Weidemann gerade schräg verlaufende Parkflächen im Schotterbereich eingezeichnet. Nur auf dieser Straßenseite soll ab sofort geparkt werden. „Es handelt sich um eine unbürokratische Lösung, die für etwas Entspannung sorgen soll“, sagt Bauamtsleiter Hans-Ulrich Wiese. Dadurch soll erreicht werden, dass die Autos nur noch auf der Bitumenschicht fahren. „Ein begegnungsverkehr ist dort möglich.“

Mehr als schlecht: Die Bitumenschicht der Lange Reihe ist stark angegriffen.

Wann die Straße ausgebaut wird, weiß auch der Berkaer Gemeinderatsherr Michael Tschernich nicht, der sich den Belangen der Anlieger annimmt. Klar ist: Wird die Straße mit „starkem innerörtlichen Verkehr“ durch den Landmaschinenhandel, einen Getränkemarkt und durchfahrenden landwirtschaftlichen Verkehr ausgebaut, müssten die Anlieger tief in die Tasche greifen.  Um Fördermittel zu bekommen, gibt es laut Wiese aktuell nur wenige Möglichkeiten. Eine ist, das Berka als Dorfregion zusammen mit vier anderen Ortschaften der Gemeinde auftritt, um Zuschüsse zu beantragen. Das ist laut Wiese schon beantragt, lässt sich aber nicht schnell realisieren. „Hier ist eindeutig die Politik gefragt“, sagt der Bauamtsleiter. „Doch mit Blick auf die bevorstehende Kommunalwahl im September sei auch hier kein schnelles Resultat zu erwarten.

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