Projekt der Harz-Weser-Werkstätten

Lebensnah bietet Hilfe im Dorf an

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Startschuss für das Projekt Lebensnah: Das Foto zeigt von links Ortsbürgermeister Uwe Lebensieg, Bürgermeister Uwe Ahrens, Pastorin Johanna Hesse, Jannik Severitt, Marion Tschernich und Michael Mollenhauer sowie Peter Lohrengel, Vizechef der Harz-Weser-Werkstätten (HWW) Northeim, Sozialarbeiter Marcel Gründel und Werkstattleiter Tobias Stöber (beide HWW).

Gillersheim. „Lebensnah - Hilfe im Alltag, Hilfe vor Ort“: Dieses Projekt der Harz-Weser-Werkstätten ist in Gillersheim am Dienstag offiziell an den Start gegangen.

Damit sollen Menschen im Dorf unterstützt und ihnen Hilfe angeboten werden, wenn sie bestimmte Dinge nicht selbst erledigen können.

Woher stammt diese Idee für das Projekt? 

Erste Überlegungen für dieses Hilfsprojekt hat es schon vor einigen Jahren gegeben. Zuletzt ging alles sehr schnell voran, weil die Initiatoren in Gillersheim allerorts auf offene Ohren gestoßen sind. Das betrifft sowohl die Politik als auch die Kirchengemeinde.

Wer steht hinter diesem Projekt? 

Dahinter stehen die Harz-Weser-Werkstätten, eine der größten niedersächsischen Träger stationärer, teilstationärer und ambulanter Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Werkstätten haben an mehr als 20 Standorten etwa 900 Mitarbeiter.

Wer macht die Arbeit in Gillersheim? 

Die erledigen qualifizierte Menschen mit Beeinträchtigungen der Harz-Weser-Werkstätten. Vorgesehen sind fünf Personen. Beim jetzigen Start waren Gruppenleiterin Marion Tschernich, Michael Mollenhauer und Jannik Severitt vor Ort.

Welche Arbeiten können die Mitarbeiter erledigen? 

Das ist sehr vielfältig und reicht vom Brötchen-Lieferdienst über Straße fegen, Unkraut jäten, Rasen mähen, Wäsche aufhängen, Einkäufe erledigen, aus der Zeitung vorlesen, gemeinsamen Spaziergänge unternehmen bis hin zum gemeinsamen spielen. Die Möglichkeiten sind noch vielfältiger, sollen sich am Bedarf der Gillersheimer orientieren.

Wie soll das Projekt Lebensnah bekannt werden? 

Zunächst durch die Mund-zu-Mund-Propaganda, es werden Flyer mit allen Informationen im Ort verteilt. Außerdem ist demnächst eine Info-Veranstaltung im Dorf geplant und das Team wird sich in der nächsten Ortsratssitzung vorstellen.

Warum sind die Werkstätten gerade auf Gillersheim gestoßen? Hier gibt es doch mit dem Verein Treffpunkt schon eine Organisation, die in dieser Richtung aktiv ist? 

Es soll und wird keine Konkurrenzsituation entstehen, es soll vielmehr eine Ergänzung sein. Sowohl mit dem Verein Treffpunkt als auch mit der Kommune, dem Ortsrat und der Kirche wurde alles abgestimmt.

Für welche Dauer ist das Projekt Lebensnah ausgelegt? 

Die Initiatoren haben einen Zeitrahmen von zwei Jahren für dieses Projekt ins Auge gefasst. Es ist das erste dieser Art und soll bei entsprechend guter Resonanz eventuell auch anderswo Fuß fassen.

Wo ist das Team Lebensnah anzutreffen?

Die Damen und Herren haben ihr Domizil im Martin-Luther-Haus der Kirche. Wenn sie im Ort unterwegs sind, kann man sie optisch leicht an ihren grünen Shirts erkennen.

An wen können sich Interessenten wenden?

Hauptansprechpartner ist Sozialarbeiter Marcel Gründel von den Harz-Weser-Werkstätten in Northeim. Er ist unter der Telefonnummer 05551 / 98 58 96 zu erreichen. Aber auch Gillersheims Ortsbürgermeister Uwe Lebensieg und Pastorin Johanna Hesse stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

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