Plantage im August 2016 in Lindau entdeckt

Marihuana-Anbau: 30-Jähriger aus Northeim muss ins Gefängnis

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Lindau. In den Strafverfahren um eine Marihuana-Plantage in einem leeren Haus in Lindau haben ein 30-Jähriger aus Northeim und ein 43-jähriger Lüneburger eine Niederlage vor dem Bundesgerichtshof (BGH) erlitten.

Er wies ihre Revision gegen ein Urteil des Landgerichts Göttingen zurück. Letzteres hatte Anfang Mai den Northeimer wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln zu vier Jahren Haft verurteilt. Der Mitangeklagte aus Lüneburg erhielt wegen Beihilfe eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten.

Die Polizei hatte Ende August 2016 das Haus in der Ortsmitte von Lindau sowie 16 weitere Häuser und Wohnungen unter anderem in Northeim und Osterode durchsucht. Die Polizisten stellten in Lindau 900 Cannabis-Pflanzen sicher.

Der 30-Jährige hatte in der Revision moniert, dass das Landgericht trotz seiner Drogensucht davon abgesehen hatte, eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt anzuordnen. Der BGH verwies jedoch darauf, dass der 30-Jährige bereits von 2011 bis 2014 in einer Entziehungsanstalt untergebracht war. Dort habe er sich „eher destruktiv“ verhalten. Beim anschließenden „Probewohnen“ habe er mit einem Kilo Marihuana gehandelt. Daraufhin sei er wieder geschlossen untergebracht worden. Der 30-Jährige habe seinen Drogenkonsum fortgesetzt. Ein Jahr nach seiner Entlassung hob die Polizei die Plantage aus. (pid)

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