Ortswehr Katlenburg erhält von der Gemeinde neues Gerät

Neuheit in Katlenburg vorgestellt: Mit der Lanze E-Autos löschen

Präsentieren die neue E-Löschlanze: Von links Gemeindebrandmeister Sven Helmold, Daniel Kühle vom Hersteller Murer Feuerschutz und Ortsbrandmeister Martin Niehoff.
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Präsentieren die neue E-Löschlanze: Von links Gemeindebrandmeister Sven Helmold, Daniel Kühle vom Hersteller Murer Feuerschutz und Ortsbrandmeister Martin Niehoff.

Die Gemeinde Katlenburg-Lindau hat für das Löschen von brennenden Elektro-Autos eine sogenannte Lösch-Lanze angeschafft.

Katlenburg-Lindau - Die Aktiven der Ortswehr Katlenburg werden die neue Lösch-Lanze bedienen. Die Katlenburger Wehr ist damit eine der ersten im Kreisgebiet Northeim, die das neue Gerät bereits auf ihrem Fahrzeug hat.

Angesichts der steigenden Anzahl von E-Autos und der finanziellen Kaufanreize, die es dafür gibt, sei die Frage nicht, ob auch mal im Bereich der Gemeinde Katlenburg-Lindau ein Elektroauto brennen wird, sondern wann, betonen Gemeindebrandmeister Sven Helmold und Katlenburgs Ortsbrandmeister Martin Niehoff.

Allein aufgrund der Tatsache, dass an der E-Tankstelle an der Gemeindeverwaltung in Katlenburg jeden Abend Fahrzeuge zum Laden stehen, habe man sich auf einen möglichen Einsatz vorbereiten wollen, begründen beide den Vorstoß, der jetzt zum Kauf des neuen Geräts führte.

Bereits Anfang des Jahres sei die Anschaffung eines Einsatzmittels zur Bekämpfung von Elektrofahrzeugbränden erstmals Thema auf Gemeindeebene gewesen. Kontakt hatte man zunächst mit der Firma Murer Feuerschutz in Greene, dem Hersteller der E-Löschlanze, aufgenommen, berichtet Sven Helmold.

Was folgte, war ein Brief an die Gemeinde. Eigentlich habe man dann die E-Löschlanze und alternative Produkte auf der Fachmesse Interschutz anschauen wollen, die sei aber wegen Corona ausgefallen. Und so habe man die Lanze gekauft.

Die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung sei reibungslos verlaufen, lobten die beiden Feuerwehr-Führungskräfte bei der Übergabe des neuen, mit umfangreichem Zubehör rund 5000 Euro teuren Geräts. Das Geld sei im Etat eingestellt, die Löschlanze beschafft und bei der Ortsfeuerwehr Katlenburg auf dem Fahrzeug stationiert worden.

Für die Wehr, die eine umfassende Einweisung in das neue Gerät bekommen habe, sei die Anschaffung ein Stück mehr Sicherheit im Einsatz. „Wir haben mehrere Elektrofahrzeuge in der Gemeinde, Auswärtige kommen zum Laden an die Ladesäule und der Anteil an E-Fahrzeugen wird immer größer”, betonte Helmold. Deshalb sei diese Investition der richtige Schritt für die Zukunft gewesen.

Die E-Löschlanze soll laut Gemeindebrandmeister aber nicht nur in der Gemeinde Katlenburg-Lindau zum Einsatz kommen. „Auch andere Wehren könnten im Einsatzfall auf uns zurückgreifen.”

Die Kreisfeuerwehr arbeitet unterdessen nach Angaben ihres Sprechers Konstantin Mennecke mit ihrer Feuerwehrbereitschaft 4 an Einsatzkonzepten bei Löscheinsätzen an Elektor-Fahrzeugen.

Dabei solle auch geklärt werden, was nach der erfolgreichen Brandbekämpfung mit den Autos passiert, etwa, ob sie weiter gekühlt werden müssen.

So funktioniert die E-Lösch-Lanze 

Mit der E-Löschlanze können Brände von Lithium-Ionen-Akkus in Kraftfahrzeugen schnell und mit einer überschaubaren Wassermenge gelöscht werden. Dazu wird die Lanze an einer passenden Stelle mit einem Vorschlaghammer in die Batterie eingeschlagen. Dann wird an die Kupplung der Lanze ein D-Schlauch angeschlossen und der Brand in den Batteriezellen direkt durch das eintretende Wasser aus der mit Düsen bestückten Lanzenspitze bekämpft

(von Axel Gödecke)

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