Geschichte spielt wieder in der Region

Stöberhai: Neuer Krimi von Roland Lange mit wirren Verwicklungen 

Schriftsteller: Roland Lange hat inzwischen den sechsten Krimi geschrieben, der in der Region spielt. 

Katlenburg. Schriftsteller Roland Lange sorgt in seinem neuen Krimi „Stöberhai" mal wieder für Verwicklungen ohne Ende.

Das geht eigentlich gar nicht: Schriftsteller Roland Lange schickt den Star seiner Harz-Krimi-Reihe in seinem neusten Werk einfach mal zur Kur nach Bad Lauterberg. Dabei brennt im Harz die Luft, es gibt Verschwörungen und Tote. Hauptkommissar Ingo Behrends von der Polizeiinspektion Northeim kriegt das natürlich mit und ermittelt zwischen Diät-Essen und therapeutischen Anwendungen auf seine bekannte und ganz individuelle Art.

Der neue Krimi spielt wieder in der Region. 

Wer Roland Lange kennt, weiß, dass einfache Zusammenhänge nicht sein Ding sind. Er verstrickt seine Akteure in zunächst völlig undurchsichtigen Situationen. Und wenn seine treuen Leser - für den Katlenburger ist „Stöberhai“ der inzwischen sechste Krimi, die alle in der Region spielen - endlich meinen, ganz langsam den Durchblick zu gewinnen, dann baut Lange eine paar neue Fallstricke ein und schaltet die Uhren der Leser quasi wieder auf null.

Idee von einem Fan

Auf die Idee zu seinem „Stöberhai“-Krimi hat ihn einer seiner treuen Fans gebracht - der Herzberger Volker Wille. Der hat einst als Mitglied des Fernmeldesektors C in Osterode Dienst im sogenannten Nato-Turm (der wurde 2005 gesprengt) auf dem Berg Stöberhai geschoben. Dort ging es darum, vor der innerdeutschen Wiedervereinigung 1989 Gespräche und Nachrichten überwiegend militärischer Art aus den Ostblockstaaten abzuhören und auszuwerten. Die Mitarbeiter dort beherrschten zum Beispiel alle die russische Sprache.

Waffengeschäfte

So wurde in Roland Langes Krimi dort eines Tages etwas aufgefangen, was mit illegalen Waffengeschäften in der Döberitzer Heide bei Berlin zusammenhängt. Bei einem Zwischenfall gab es Todesfälle, die als Unfälle verschleiert wurden. Dabei war es eiskalter Mord. Darin verstrickt ist auch ein „ganz hohes politisches Tier“, wie es der Katlenburger formuliert.

Zeitsprung

Zwischen diesem Deal und den zunächst zögerlichen Aufklärungsversuchen diverser Personen liegen etliche Jahre. Gesucht wird ein Band mit dem Mitschnitt über das verbrecherische Geschehen, in dem die Tochter eines Ermordeten heftig mitmischt. Während die Kollegen von Ingo Behrends offiziell ermitteln, begibt sich der Hauptkommissar, der in der Klinik eine Schussverletzung auskuriert, die er sich im Krimi „Brockendämmerung“ zugezogen hat, auf eigene Pfade, die quer durch den Harz führen.

Ungewöhnliches Ende

Ungewöhnlich ist das Ende von „Stöberhai“. Der Drahtzieher im Waffenhandel und Mörder wird nämlich nicht verhaftet und hinter Schloss und Riegel gebracht. Dennoch kommt er nicht ungeschoren davon.

Das Buch „Stöberhai“ ist im Verlag Prolibris erschienen, hat 279 Seiten, kostet 12,95 Euro als gebundene Version und 8,99 Euro als E-Book. ISBN: 978-3954751273

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