Bürgermeister: 1000 Flüchtlinge könnten untergebracht werden

Gebäude des Max-Planck-Instituts ist als Notunterkunft geeignet

Das sind die leerstehenden Gebäude des ehemaligen Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (im Vordergrund). Im Hintergrund ist die Ortschaft Lindau. . Foto:  Gödecke

Katlenburg-Lindau. Die Max-Planck-Gesellschaft in München und das Innenministerium in Hannover verhandeln weiter um einen Kauf oder eine Anmietung.

Jetzt ist es sicher: Die Gebäude des ehemaligen Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) am südlichen Lindauer Ortsrand sind als Notunterkunft für die Unterbringung von Flüchtlingen als geeignet eingestuft worden. Das hat eine Untersuchung ergeben, teilte der Bürgermeister der Gemeinde Katlenburg-Lindau, Uwe Ahrens, am Montag während einer Pressekonferenz mit.

Demnach sei die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass in Lindau demnächst eine Notunterkunft eingerichtet werde, lautet die Einschätzung des Verwaltungschefs. Als Zeitfenster für eine Entscheidung vermutet er Ende November oder Anfang Dezember. „Was fehlt, sind entsprechende sanitäre Einrichtungen in den Gebäuden, aber die können als mobile Teile schnell besorgt werden.“

Noch immer ist nicht bekannt, wie weit die Verhandlungen zwischen der Max-Planck-Gesellschaft in München als Eigentümerin der Immobilie und dem Innenministerium in Hannover als Käufer oder Pächter für das MPS vorangekommen sind. Das Innenministerium bestätigte auf Anfrage der HNA die laufenden Verhandlungen. „Mehr möchten wir aktuell dazu nicht sagen“, verlautete dazu aus der Pressestelle. Aus München war keine Stellungnahme zu bekommen.

Laut Ahrens ist davon auszugehen, dass in Lindau 1000 Flüchtlinge untergebracht werden könnten. „Es kursieren eine ganze Menge Zahlen, aber diese scheint die richtige zu sein.“

In Lindau kursieren aber nicht nur Zahlen, sondern vor allem in den sozialen Medien viele Befürchtungen, die den eindeutigen Schluss zulassen, dass viele Einwohner gegen eine Flüchtlingsunterkunft sind. „Fast stündlich wird in Lindau diesbezüglich eine neue Sau durchs Dorf getrieben“, sagt Hauptamtsleiter Volker Mönnich. Ahrens kritisiert das als „Eskalationsmethoden“.

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