Regensburger Projektentwickler zeigt Bau-Interesse

Neue Chance für den Einkaufsmarkt in Lindau

Am Ortseingang von Lindau an der Bundesstraße 247 aus Richtung Bilshausen kommend, besteht die Möglichkeit, einen Einkaufsmarkt zu bauen. Die Fläche ist auf dem Bild im Vordergrund (das große Getreidefeld links der B 247) zu sehen. Archiv
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Am Ortseingang von Lindau an der Bundesstraße 247 aus Richtung Bilshausen kommend, besteht die Möglichkeit, einen Einkaufsmarkt zu bauen. Die Fläche ist auf dem Bild im Vordergrund (das große Getreidefeld links der B 247) zu sehen. Archiv

In Sachen Neubau eines Einkaufsmarktes in Lindau, auf den die Lindauer seit der Schließung des Penny-Marktes im Jahre 2009 so dringend warten, scheint sich etwas zu tun.

Lindau - Wie jetzt bekannt wurde, hat sich das in Regensburg ansässige Projektentwicklungsbüro Ratisbona-Handelsimmobilien die Kaufoption für das Grundstück an der Bundesstraße 247 gesichert, auf dem der Markt eigentlich schon seit fast sieben Jahren von einem anderen Investor geplant war.

Aus den alten und immer wieder geänderten Plänen eines in Osterode ansässigen Planungsbüros ist nichts geworden. Aus dem Grundstückskauf offenbar auch nicht. Nun besteht Hoffnung, dass ein anderer Investor das Projekt realisieren wird.

Das an der Sache etwas dran ist, wird denn auch von der Pressesprecherin der Firma Ratisbona-Handelsimmobilien, Amelie Schneider, auf HNA-Anfrage bestätigt. „Wir prüfen derzeit, ob eine Ansiedlung eines Verbrauchermarktes am Standort Lindau am Harz sinnvoll und vertretbar ist“, schreibt sie.

Man befinde sich aber in einer so frühen Planungsphase, dass Genaueres darüber, wie groß der Markt werden und wer der Betreiber sein könnte, noch nicht gesagt werden könne. Das Unternehmen Ratisbona ist in der Region übrigens kein Unbekannter. Zuletzt hat es am Ortseingang von Langenholtensen einen neuen Verbrauchermarkt für die Netto-Gruppe geplant und realisiert. Der Markt wurde vor Kurzem eingeweiht.

2018 wurden in Adelebsen ein Rewe-Markt und in Gleichen ein Netto-Markt gebaut, beide geplant und verwirklicht durch Ratsibona. Das Interesse der Regensburger Firma an dem Lindau Projekt ist auch der Gemeinde Katlenburg-Lindau bekannt, wie Bürgermeister Uwe Ahrens bestätigt. Mehr wollte er jedoch noch nicht verraten.

Kürzlich eingeweiht: Der Netto-Markt in Langenholtensen, auch geplant von Ratisbona. Archiv

Was möglich ist auf dem Gelände am Ortsausgang von Lindau in Richtung Bilshausen, stehe allerdings fest, sagt Ahrens. Der Rat habe dafür eigens Anfang 2016 den Flächennutzungsplan geändert und auch einen Bebauungsplan verabschiedet. Nach dieser Bauleitplanung ist auf dem Areal großflächiger Einzelhandel möglich, der über die im Raumordnungsprogramm sonst festgelegte Maximalgröße von 800 Quadratmetern hinaus gehen könne. Möglich gemacht habe dies ein Einzelhandelsgutachten, das die Gemeinde 2015 habe erstellen lassen.

Maximal, so der Bürgermeister erlaube die Bauleitplanung auf dem Gelände An den Ellern in Lindau einen Vollsortimenter bis zu einer Maximalgröße von 1200 Quadratmeter beziehungsweise einen Discounter bis maximal 1000 Quadratmeter.

Zusätzlich möglich sei ein Shopbereich für Bäcker und Fleischer sowie ein Drogeriemarkt bis 500 Quadratmeter, den der alte Investor eigentlich mitgeplant hatte. Was der mögliche neue Investor davon verwirklichen wolle, sei noch nicht bekannt. (Axel Gödecke)

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