1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim
  4. Katlenburg-Lindau

Neuer Platz für Wohnmobile in Katlenburg

Erstellt:

Von: Axel Gödecke

Kommentare

Auf diesem Platz an der Bundesstraße 241 in Katlenburg direkt am Rhumedamm soll jetzt der im Dorfentwicklungsprogramm geplante Wohnmobil-Stellplatz entstehen. Derzeit wird er als Baustellenmaterial-Lagerplatz genutzt, sonst ist er Parkplatz.
Auf diesem Platz an der Bundesstraße 241 in Katlenburg direkt am Rhumedamm soll jetzt der im Dorfentwicklungsprogramm geplante Wohnmobil-Stellplatz entstehen. Derzeit wird er als Baustellenmaterial-Lagerplatz genutzt, sonst ist er Parkplatz. © Rosemarie Gerhardy

Katlenburg – Der von der Gemeinde im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms „Wir 5 im Rhumetal“ geplante Wohnmobilplatz soll nun doch nicht mehr auf dem Katlenburger Burgberg entstehen, sondern im Bereich des Kerndorfes. Den Vorschlag hat der Ortsrat der 1850 Einwohner zählenden Ortschaft jetzt abgenickt.

Ausgeguckt haben Gemeinde und Ortsrat als Standort nunmehr den Platz am Rhumedamm an der zurzeit in Sanierung befindlichen B-241-Rhumebrücke in Richtung Berka. Der wird aktuell für Baumaterial und Abstellplatz für Baumaschinen der Brückenbaufirma genutzt und ist ansonsten Parkplatz.

Grund für den Sinneswandel sind laut Ortsbürgermeisterin Ilse Schwarz zum einen die hohen Kosten, die eine Realisierung des Wohnmobilhafens innerhalb der historischen Mauern der Kuhstallruine auf dem Burgberg verschlungen hätte. Im Haushalt des Jahres 2021 waren dafür bereits 220 000 Euro (Landesförderung: 138 000 Euro) vorgesehen. Die Kosten dürften jetzt deutlich höher liegen.

Zum anderen wolle man die Weiterentwicklung beziehungsweise Umnutzung des weitgehend leer stehenden Burgberg-Komplexes durch einen möglichen Investor nicht dadurch stören, dass dort jetzt ein Platz für Wohnmobile entsteht, betonte Schwarz nach der Ortsratssitzung. Der Platz unten im Dorfbereich soll als Investitionswunsch Nummer 1 des Ortsrates jetzt in den Haushalt 2023 aufgenommen werden. Ein Antrag auf Bezuschussung durch das Dorfentwicklungsprogramm des Landes sei bereits neu geschrieben worden, hieß es im Ortsrat. Die Investitionskosten seien nunmehr deutlich geringer, auch weil in diesem Bereich schon Stromleitungen liegen, in der Nähe auch Entsorgungsleitungen. Der Stellplatz soll 2023 gebaut werden, so der Ortsrat. Er soll vier bis fünf Stellplätze umfassen und Versorgungssäulen bekommen. Auch eine Entsorgungsstation für die Wohnmobilisten soll mit eingeplant werden. Die Detailplanung mache die Gemeindeverwaltung, so Ortsbürgermeisterin Schwarz.

Festgelegt hat der Ortsrat auch die weiteren Investitionswünsche der Ortschaft für den Gemeindehaushalt 2023. Es sind folgende Maßnahmen: der Endausbau der Straße Schiefer Berg mit Gehweg und Schlussdecke, die Ausweitung der LED-Straßenbeleuchtung entlang des Bahnhofsdamms in der Verlängerung bis zur Rhume in Richtung Berka und die Erschließung des Katlenburger Neubaugebiets Weingarten.

Außerdem wünscht sich der Ortsrat die Errichtung eines überdachten und abschließbaren Fahrradständers am Bahnhof oder an der Gemeindeverwaltung und einmal mehr die Anschaffung einer neuen Lautsprecheranlage für die Friedhofskapelle.

Informiert wurde im Ortsrat auch über den geplanten Bau eines zweiten Mobilfunkmastes. Vorgesehener Standort ist am Bolzplatz nahe dem gemeindlichen Bauhof in Richtung Bahnlinie. Der Ortsrat stimmte dem Vorhaben zu, damit der Handyempfang in diesem Bereich der Ortschaft endlich besser wird. Der Mast (entweder Metall oder Beton) soll laut Schwarz eine Höhe von bis zu 45 Metern haben. Ein Vertrag über die Grundstücksnutzung sei aber vom Investor mit der Gemeinde als Erbpachtnehmer und der Realgemeinde als Eigentümer noch nicht unter Dach und Fach, hieß es in der Sitzung.

Von Axel Gödecke

Auch interessant

Kommentare