Konstituierende Sitzung mit Paukenschlag

Ortsrat Berka fordert neues Feuerwehrgerätehaus

Das alte Feuerwehrhaus in Berka.
+
Das alte Feuerwehrhaus in Berka: Der geplante Anbau an den Anbau ist für den Ortsrat keine Lösung. Er fordert einen Neubau. Wo dieser entstehen soll, muss noch geklärt werden.

Kaum hatte sich der neue Ortsrat konstituiert und Eckhard Steinmetz (Bürgerliste) als Ortsbürgermeister einstimmig im Amt bestätigt, forderte das Geemium ebenfalls einstimmig den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Vorsichtige Kostenschätzung: mindestens eine knappe Million Euro.

Berka – Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens schaute ob des Votums sparsam, damit liegt der Ball jetzt beim Rat der Gemeinde Katlenburg-Lindau.

Der Ortsrat, beklagte der alte und neue Ortsbürgermeister, habe sich nunmehr die komplette vergangene Wahlperiode mit einer Erweiterung des alten Feuerwehrhauses beschäftigt, allerdings ohne Ergebnis. Seine Einschätzung angesichts der vielen, langen Diskussionen und des seinen Worten zufolge inzwischen fünften Vorschlags für eine Erweiterung des in unmittelbarer Nachbarschaft der Kirche gelegenen Gebäudes: „Das alte Feuerwehrhaus wird nie ein richtiges werden.“ Nach seinen Worten kämpfe auch der jüngste Vorschlag, der einen Anbau an den vorhandenen Anbau vorsieht, mit Unwägbarkeiten. Unter anderem müsste noch ein benötigtes Grundstücksteil angekauft werden. „Da sind noch weitere unbekannte Faktoren drin“, ist Steinmetz überzeugt. Unter anderem gebe es noch ein Problem mit einem Treppenaufgang, der nicht den Vorschriften entspreche.

Gemeindebürgermeister Ahrens hatte zuvor für den Anbau an den Anbau geworben, in dem die benötigten Umkleidemöglichkeiten geschaffen werden sollen. Er schätzte die Kosten dafür auf rund 150.000 Euro. „Ein Neubau wird mit einer knappen Million Euro deutlich teurer.“

Steinmetz wies zudem darauf hin, dass die Feuerwehr des Ortes zurzeit eine großen Zulauf habe. „Es geht nach oben.“ Auch werde der vorhandene Rüstwagen auf Unimogbasis noch einige Jahre halten.

Ein weiteres Problem könnte es mit dem Ausbau der Straße „Zum Stöntor“ geben, die im Rahmen des Förderprogramms „Wir im Rhumetal“ im kommenden Jahr ausgebaut werden soll. Dort werden nach dem erfolgten Ausbau Anliegerbeiträge fällig. Zuhörer Heinz Bode beklagte in der Einwohnerfragestunde, dass die Bürger darüber noch nicht informiert worden seien. „Ich wage zu bezweifeln, dass die Anwohner davon begeistert sind.“

Der Ortsbürgermeister erwiderte, die Maßnahme werde zu rund zwei Dritteln durch das Dorferneuerungsprogramm bezuschusst. Uwe Ahrens: „Dadurch müssen weniger Kosten auf die Anlieger umgelegt werden.“ Demnächst werde eine ausführliche Informationsveranstaltung stattfinden. Nach einer Schätzung von Baumamtsleiter Otto Stitz, die er kurz per Beamer auf der Leinwand zeigte, werden von den grob auf 497.000 Euro geschätzten Kosten nur knapp 40.000 Euro auf die Anlieger verteilt.

Hauptamtsleiter Volker Mönnich forderte dazu auf, weiter das Programm der Dorfregion zu nutzen. In den vergangenen drei Jahren habe es 93 Anträge gegeben, mit denen rund zwei Millionen Euro ins Dorf geflossen seien. „Das ist ein bombastisches Erfolgsmodell“, so Mönnich. Stichtag für die nächste Runde ist der 15. September 2022. Gefördert werde die Sanierung von Gebäuden mit einem Baujahr vor 1950. Bis zu 30 Prozent gebe es für die Außenhüllen, für bestimmte Maßnahmen auch im Inneren. Uwe Ahrens kündigte an, dass ein neues Baugebiet zwischen Bundesstraße und der Bahn in Planung sei, weil andere Flächen ausgeschöpft seien.  (zhp)

Der neue Ortsrat

Bei den Wahlen im Ortsrat wurden neben Eckhard Steinmetz als Ortsbürgermeister noch Christian Kindler als erster stellvertretender Ortsbürgermeister und Birgit Helmold als zweite stellvertretende Ortsbürgermeisterin wiedergewählt. Für alle wurde einstimmig in offener Abstimmung votiert. Steinmetz übernimmt auch wieder das Amt des Ortsbeauftragten.

Neu in den Ortsrat rückten David Koch, Daniel Kleinertz und Nancy Hebecker. Nicht wieder kandidierten Jan-Henrik Ackermann, Christian Bode und Susanne Seeber. Ortsbürgermeister Steinmetz wird ihre Verabschiedung zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. zhp

Der neue Ortsrat Berka: Von links Stefan Vogel, David Koch, zweite stellvertretende Ortsbürgermeisterin Birgit Helmold, Daniel Kleinertz, Nancy Hebecker, Thomas Kosubeck, erster stellvertretender Ortsbürgermeister Christian Kindler, Thomas Hartmann und Ortsbürgermeister Eckhard Steinmetz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.