Gemeinde will noch dieses Jahr auf dem Burgberg starten

Schloss-Sanierung in Katlenburg ohne Fachwerk

Der Katlenburger Burgbergkomplex: Ersetzt werden muss der größte Teil des unter dem Bretterbehang befindlichen Fachwerk-Mauerwerks des Haupthauses, und zwar im Gebäudeteil zwischen der Terrasse und dem Burgaltbau, an dem sich die kleinen Türmchen befinden.
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Der Katlenburger Burgbergkomplex: Ersetzt werden muss der größte Teil des unter dem Bretterbehang befindlichen Fachwerk-Mauerwerks des Haupthauses, und zwar im Gebäudeteil zwischen der Terrasse und dem Burgaltbau, an dem sich die kleinen Türmchen befinden.

Die Sanierung der Außenmauern des auch als Schloss bekannten Haupthauses der Burg Katlenburg auf dem Burgberg soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr starten.

Katlenburg - Dabei, so haben Experten jetzt in Absprache mit dem Denkmalschutz festgelegt, soll das unter dem Bretterbehang befindliche marode Fachwerk allerdings gänzlich entfernt und durch ein massives Mauerwerk ersetzt werden. Das teilte Bürgermeister Uwe Ahrens mit.

Das Ganze soll in drei Bauabschnitten erfolgen, wobei in diesem Jahr mit dem Mauerwerk der zur Terrasse gerichteten Giebel-Südseite begonnen werden soll. 2021 sollen dann die zum Hof gerichtete Westseite bis zum Haupteingang und 2022 die zum Berghang gerichtete Ostseite folgen.

Die Gesamtkosten werden sich nach Schätzungen des Gemeindebauamts auf rund 750 000 Euro belaufen, wobei es für jeden der drei Bauabschnitte jeweils 150 000 Euro an Zuschüssen aus dem Dorfentwicklungsprogramm geben soll.

Entsprechende Absprachen mit dem für die Zuschussgenehmigung zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung in Göttingen seien am Montag dieser Woche getroffen worden, bestätigte Bürgermeister Ahrens, gemeinsam mit dem Bauamtschef nach seinem Besuch. Dass die Fachwerkkonstruktion gänzlich durch ein Massivmauerwerk ersetzt werden soll, habe seinen Grund darin, dass die von Hausschwamm und Insekten befallenen Holzbalken nur mit unverhältnismäßig hohem Kostenaufwand zu retten oder ersetzen wären. Sowohl die Untere Denkmalbehörde beim Landkreis als auch das Landesamt für Denkmalschutz hätten dem Ersatz durch massives Mauerwerk zugestimmt, zumal das Fachwerk durch Bretterbehang, der ebenfalls erneuert werden soll, seit Langem verdeckt sei.

Die erst vor einigen Jahren von der Gemeinde erneuerten Fenster des Südflügels des Haupthauses sollen während der Mauererneuerung ausgebaut und später wieder eingesetzt werden.

Um die Statik des Gebäudes während der Entfernung des Fachwerks und des anschließenden Mauerneuaufbaus zu sichern, würden vorübergehend Stützen eingezogen, heißt es von Bauamtsleiter Hans-Ulrich Wiese. Die Ausschreibung der Arbeiten für den ersten Sanierungsabschnitt soll laut Bürgermeister Uwe Ahrens in Kürze erfolgen. Der erste Abschnitt sei mit geschätzt 240 000 Euro kalkuliert, wobei, wie oben gesagt, die Gemeinde 150 000 Euro Zuschuss aus dem Dorfentwicklungsprogramm „Wir fünf im Rhumetal“ erhält.

(von Axel Gödecke)

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