Stahlbauer Marquardt wächst weiter

+
Seit 1964 ist die Firma Marquardt in Katlenburg: Die Geschäftsführer Rudi Marquardt (links) und Jörg Przybilla planen an dieser Stelle eine neue Halle. In den vergangenen vier Jahren hat das Unternehmen bereits drei Millionen Euro investiert.

Katlenburg. Das Katlenburger Unternehmen investiert zwei Millionen Euro in eine neue, 1200 Quadratmeter große Fertigungshalle.

Das Katlenburger Unternehmen Marquardt befindet sich weiter auf Expansionskurs. Weil der Konkurrenzdruck besonders aus dem osteuropäischen Raum größer wird, stellt Geschäftsführer Rudi Marquardt rechtzeitig die Weichen und investiert in die Erweiterung des Familienbetriebes, der in dritter Generation geführt wird.

Erst 2009 hatte das Stahl- und Maschinenbau-Unternehmen eine neue Halle an der Northeimer Straße gebaut. Die ist 1400 Quadratmeter groß, doch von der Kapazität bereits wieder erschöpft. Deshalb wird jetzt im direkten Anschluss eine weitere, 1200 Quadratmeter große Halle gebaut.

Die wird bis zur Abzweigung der B 241 in Richtung Elvershausen reichen und mit neuen Maschinen rund zwei Millionen Euro kosten. Der öffentliche Waschplatz, der in diesem Bereich angesiedelt war, musste dem Projekt bereits weichen. Der wurde demontiert.

Fertigungshalle 

Bei dem Neubau handelt es sich um eine Fertigungshalle ähnlich der anderen. Die Arbeitsabläufe sind überwiegend automatisiert. „Wir müssen schnell und produktiv sein, wenn wir am Markt bestehen wollen“, sagt Rudi Marquardt. Und genau das will der Maschinenbau-Ingenieur.

Sein Herz hängt nicht nur an dem Unternehmen, sondern auch am Standort Katlenburg, mit dem er fest verwurzelt ist. Das liegt ganz sicher in der Familie. Der Großvater des 43-Jährigen hat die Firma Marquardt 1946 in Lindau gegründet. „Damals wurden Gürtelschnallen und Knöpfe produziert, aber auch Maschinen für Wasserkraftwerke.“

Inzwischen hat sich Marquardt auf die Herstellung von Stahlgittermasten spezialisiert, die entweder als Funkmasten, überwiegend allerdings als Strommasten konzipiert werden. Gebaut werden Masten zwischen zehn und 150 Meter Höhe.

Die Fertigung erfolgt in Einzelteilen nach dem Baukastensystem. Wenn das Material Katlenburg verlässt - zum Verzinken des Stahls gibt es noch eine Zwischenstation -, sind alle Teile vorgebohrt und so hergestellt, dass sie auf der Baustelle montiert und aufgestellt werden können.

In die Hand spielt der Katlenburger Firma, die 40 Mitarbeiter überwiegend aus der Region beschäftigt, aktuell die Energiewende. Wenn der Startschuss zum Bau der 380 kV-Höchstspannungsleitung fällt, um den aus der Windenergie an der Küste gewonnenen Strom südwärts zu leiten, wird Marquardt davon stark profitieren.

Neue Zufahrt 

Der Bau der Halle ist nicht das einzige neue Vorhaben. Auf der gegenüberliegenden Seite an der Bahnhofstraße baut Marquardt eine neue Zufahrt für Lastwagen, weil es in in der Vergangenheit oft Engpässe mit der bestehenden engen Zufahrt gegeben hat. Dort wurde bereits im vergangenen Jahr die ehemalige Schuhhalle abgerissen. Was dann noch fehlt, sind ausreichend Parkplätze für die Mitarbeiter. Auch da zeichnet sich bereits eine Lösung ab.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.