Lautstärke auf Ortsdurchfahrt unerträglich

Zu viel Lärm: Suteroder bitten um mehr Rücksicht

das Bild zeigt Bürger aus Suterode, die ein Banner aufstellen am Ortsrand.
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Bitten um Rücksichtnahme: Ein Arbeitskreis aus Anwohnern der Ortschaft Suterode hat mit Unterstützung des Ortsrates dieses Banner an der Ortsausfahrt in Richtung Sudheim aufgestellt.

Suterode – Seitdem die Strecke Sudheim-Suterode-Katlenburg als inoffizielle Umleitung für das gesperrte Harztor (B 241) in Northeim gilt, hat der ohnehin schon starke Durchgangsverkehr durch die Katlenburg-Lindauer Ortschaft Suterode noch einmal enorm zugenommen. Die Einwohner bitten jetzt die Verkehrsteilnehmer darum, die eingerichteten Geschwindigkeitsbeschränkungen auch einzuhalten.

Es geht einfach um die Reduzierung des nervigen Verkehrslärms.

Eine Gruppe engagierter Bürger hat sich mit Unterstützung des Ortsrates schon seit vorigem Sommer um eine Reduzierung der Verkehrsbelastung bemüht, betont Ortsratsmitglied Evelin Martynkewicz. „Da sich an der Menge der Fahrzeuge derzeit nichts ändern lässt, sollte zumindest die Geschwindigkeit der PKW und Motorräder angepasst werden. Schließlich verführt die lange Gerade aus dem Dorf heraus geradezu zum Beschleunigen und wird zu einer schier unerträglichen Lärmbelastung für die Anwohner.“

Nachdem die Tempo-30-Zone innerorts relativ zügig umgesetzt werden konnte, habe es allerdings monatelanger wiederholter Eingaben bedurft, ehe der Landkreis eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h auf der Kreisstraße am Ortseingang sowie ein Überholverbot anordnete. „Die Lärmbelastung hat seitdem spürbar abgenommen, allerdings mit Ausnahme der Motorräder“, ergänzt der Suteroder Michael Heil.

Um den Sinn der Temporeduzierungen im und am Ort zu verdeutlichen und besonders die Motorradfahrer um Rücksicht zu bitten, hat die Arbeitsgruppe nun mit finanzieller Unterstützung des Ortsrates und des Dorfvereins ein Banner am Ortsausgang aufgestellt, auf dem viele lärmgeplagte Anwohner zu sehen sind. Tatsächlich hielten sich die meisten Motorradfahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen und sorgten somit dafür, dass sich die Anwohner bei schönem Wetter kaum mehr in ihren Gärten aufhalten können, sagt Ortsbürgermeister Jan Zimmermann. „Wir hoffen auf die Rücksichtnahme der Fahrer besonders für unsere Kinder und alten Menschen an dieser Straße,“ so Zimmermann weiter, der selbst Anwohner und Vater von zwei Kleinkindern ist.

Auch Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens unterstützt die Aktion der Suteroder: „Wir brauchen generell eine menschenfreundliche Verkehrsführung in den Dörfern mit dem Fokus auf Sicherheit und Lebensqualität von Fußgängern und Radfahrern.“

Die Suteroder kämpfen nun zudem, dafür, die erreichten Maßnahmen über die Harztor-Sperrung hinaus zu erhalten. „Es hat sich ja nun gezeigt, mit welch geringem Aufwand eine große Verbesserung zu erreichen ist“, sagt Michael Heil. Eine Aufhebung der Maßnahmen wäre ein erheblicher Rückschritt für das Dorf und Zeichen einer rückwärtsgewandten Verkehrspolitik.  goe

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