Wegen Corona

Oberschule in Lindau praktiziert versetzten Unterricht

Die Rhumetalschule in Lindau aus der Luft. Sie ist eine Oberschule und zudem eine offene Ganztagsschule mit einem freiwilligen Nachmittagsangebot.
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Die Rhumetalschule in Lindau. Sie ist eine Oberschule und zudem eine offene Ganztagsschule mit einem freiwilligen Nachmittagsangebot. Archiv

Die Rhumetal-Oberschule in Lindau ist eine der wenigen Schulen im Kreis, die wegen der Corona-Ansteckungsgefahr den Schulbetrieb täglich mit versetzten Unterrichtszeiten gestaltet.

Lindau - „Wir setzten damit ein Angebot um, das das Land Niedersachsen den Schulen in seinem Rahmenhygieneplan als eine Möglichkeit zur Minimierung der Ansteckungsgefahr vorgeschlagen hatte“, betont Konrektor Stefan Schröder.

Mit dem versetzten Unterrichtsbeginn und den sich dann durch den gesamten Vormittag ziehenden versetzten weiteren Anfangszeiten von Unterrichtsstunden könne man die Kontakte der Schüler untereinander sowohl in den Fluren im Gebäude als auch in den Pausenbereichen draußen deutlich reduzieren.

Wie das genau funktioniert, auch das erläutert Schröder: „Wir fangen morgens mit versetzten Unterrichtsstarts für Doppeljahrgänge im Zehnminutentakt an“. Los gehe es in der Lindauer Oberschule, die von Klasse 5 bis 10 durchgehend zweizügig geführt wird, um 7.50 Uhr mit den Jahrgängen 9 und 10. Dann folgen um 8 Uhr die Jahrgänge 7 und 8 sowie um 8.10 Uhr die Jahrgänge 5 und 6. „Außerdem lassen wir die Fahrschüler schon zehn Minuten vor Unterrichtsbeginn in die Klassen, um Stauungen zu vermeiden“, so der Konrektor weiter. Schüler aus Lindau selbst seien angehalten, ganz kurzfristig zum Unterrichtsstart zu erscheinen.

Als weitere Maßnahme zur Minimierung der Ansteckungsgefahr habe man das Doppelstundenprinzip ausgeweitet, es würden also da, wo immer es gehe, Fächer stets in Doppelstunden unterrichtet. Die Folge: Die früheren kleinen Pausen fallen weg, es gebe fast nur noch große, 15-minütige Pausen, die die rund 200 Schüler vorrangig draußen in separaten Pausenbereichen verbringen.

All diese Maßnahmen führten allerdings dazu, dass auf die 27 Lehrkräfte der Rhumetalschule ein deutlicher zeitlicher Mehraufwand zukomme. Schröder: Statt der sonst üblichen bis 110 bis 120 Pausenaufsichten pro Woche, sind es jetzt 145.“ Die anfallenden Mehrstunden würden über die Stundenkonten der Lehrerinnen und Lehrer ausgeglichen.

Schröder: „Bislang sind wir mit diesem Hygieneplan ganz gut gefahren,“, bilanziert Schröder. Lediglich im Herbst vorigen Jahres habe es einen begrenzten Ausbruch in einer 5. Klasse gegeben, ansonsten sei man bislang von Corona verschont geblieben. Er hoffe, dass die die Vorkehrungen auch bei der Omikron-Variante dazu führen, Ansteckungen gering zu halten.  (Axel Gödecke)

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