Kaum noch Jugendliche im Ort: Jugendraum wird deshalb vermietet

Langenholtensen. Der Ortsrat von Langenholtensen wird den früheren Jugendraum an den TSV Langenholtensen vermieten. Diese Entscheidung fiel einstimmig bei der jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus.

Der Sportverein soll den Raum zunächst zwei Jahre nutzen dürfen, anschließend verlängert sich der Vertrag jeweils um ein Jahr. Fromme: „Es ist nicht schön, wenn der Raum nicht genutzt wird.“

Mit der Vermietung reagiert der Ortsrat darauf, dass es in Langenholtensen keine Jugendlichen mehr gibt, die den Raum nutzen wollen. Deshalb wurde auch der Amtsaufgabe von Ortsjugendpfleger Frederic John zugestimmt. Falls sich jemand findet, der das sehr beliebte Oktoberfest, das von der örtlichen Jugendpflege organisiert wurde, wieder auf die Beine stellen will, soll das möglich sein. Der Ortsrat möchte dazu aber vorher gefragt werden.

Friedhofskappelle ist gerettet 

Außerdem hat sich der Ortsrat in seiner Sitzung dafür ausgesprochen, mit Jahresbeginn die Bewirtschaftung der Friedhofskappelle zu übernehmen. „Es wäre nicht zu vermitteln, wenn wir die Kapelle schließen“, sagte Ortsbürgermeisterin Reta Fromme (CDU).

„Mit Langenholtensen hat der letzte Ortsrat im Gebiet der Stadt Northeim die Bewirtschaftung übernommen“, freute sich Northeims Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser, als er von dem Beschluss hörte. „Es war gut, dass wir die Frist zur Übernahme um ein Jahr verlängert haben.“

Die Stadt Northeim war durch den Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen zur Entschuldung der städtischen Finanzen dazu gezwungen, andere Bewirtschaftungsformen für die Friedhofskapellen zu finden, weil sie als so genannte „freiwillige Leistungen“ der Stadt eingestuft wurden. Sie sollte die Stadt reduzieren.

Der Langenholtenser Ortsrat hatte nach den Worten der Ortsbürgermeisterin zwar noch versucht, den Kapellenbetrieb an die Kirche abzugeben, weil der Friedhof in Kirchenhand ist. Das war vom Kirchenkreisamt jedoch kategorisch abgelehnt worden. Weil als Alternative sonst nur noch die Schließung übrig geblieben wäre, entschloss sich der Ortsrat zur Übernahme. Vorher sollen aber noch diverse Reparaturarbeiten ausgeführt werden, forderte Reta Fromme. Unter anderem geht es dabei um marode Fenster und um wackelige Waschbetonstufen.

Geld für die Schule 

Im Haushaltplan der Stadt Northeim sind für Langenholtensen im kommenden Jahr wieder rund 40 000 Euro an Ortsratsmitteln vorgesehen, rund 25 600 Euro für die Grundschule und 50 000 Euro für die Dorferneuerung. Fromme: „Angesichts der angespannten Lage Northeims, sind wir gut weggekommen.“ (zhp)

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