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Kaum Trauungen und Taufen im Kirchenkreis Leine-Solling

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Von: Olaf Weiss

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Die Klosterkirche Fredelsloh.
Die Klosterkirche Fredelsloh (Symbolbild) © Roland Schrader

Deutlich weniger Taufen, Trauungen und Konfirmationen: Die Corona-Pandemie hat zu massiven Veränderungen des Gemeindelebens im evangelischen Kirchenkreis Leine-Solling geführt.

Northeim – Wie aus einer jetzt veröffentlichten Statistik des Kirchenkreises hervorgeht, sank die Zahl der Trauungen im vergangenen Jahr um 80,3 Prozent (-106) auf 26. Es gab mit 165 Taufen 260 weniger als 2019 (-61,2 Prozent). Auch die Konfirmationen nahmen stark ab. Mit 226 Jungen und Mädchen wurden 264 weniger (-53,9 Prozent) konfirmiert als ein Jahr zuvor.

Dagegen stieg die Zahl der Trauerfeiern. 916 Beerdigungsgottesdienste nahmen die Pastoren im Jahr 2020 vor. Das sind 41 (+4,7 Prozent) mehr als 2019.

Die Zahl der Kirchenmitglieder sank um 1480 (-2,7 Prozent) auf 53 419. Dabei verweist Superintendentin Stephanie von Lingen allerdings darauf, dass dieser Rückgang vor allem auch auf die geringe Zahl an Taufen und auf die allgemeine demografische Entwicklung zurückzuführen sei. Getaufte Kinder werden als Kirchenmitglieder gezählt.

Die Zahl der Austritte sei nahezu konstant geblieben. 2019 kehrten 440 Menschen der Kirche den Rücken, im vergangenen Jahr waren es 443.

Stephanie von Lingen
Superintendentin Stephanie von Lingen © Niko Mönkemeyer

„Für das kommende Jahr 2022 planen wir nun ein Jahr der Taufen, um Familien zu ermöglichen, die aufgeschobenen Tauffeste nachzuholen“, kündigte die Superintendentin an. „Selbstverständlich können auch aktuell Taufen in den Gemeinden verabredet werden.“

Die Zahl der Präsenzgottesdienste war im vergangenen Jahr mit 1549 um ein Viertel geringer als ein Jahr zuvor (2019 Gottesdienste). Die gezählten Gottesdienste und Amtshandlungen sind aber nach den Worten von von Lingen nicht repräsentativ für das kirchliche Gesamtangebot. Vieles würde von der Statistik nicht erfasst. Eine ganze Reihe von Gemeinden hätten ein Ersatzprogramm für ausgefallene Gottesdienste entwickelt. Dazu gehörten nach ihren Angaben unter anderem Newsletter, Rundmails, Anrufe, Briefe, Angebote in den sozialen Medien. (OLaf Weiss)

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