Bilanz der Standbetreiber nach fünf Wochen Northeimer Weihnachtsmarkt sieht eher ernüchternd aus

Kein Klingeln in den Kassen

Monika Schweckendiek

Northeim. Ein eher verhaltenes Fazit über den heute zu Ende gehenden Weihnachtsmarkt auf dem Northeimer Marktplatz ziehen die Standbetreiber, die bereits am 26. November ihre Stände eröffneten. Allgemein wird über einen zu wenig attraktiven Markt geklagt.

„Wir können unterm Strich mit dem Verkauf noch zufrieden sein, aber es lief lange nicht so gut wie im vergangenen Jahr“, sagt Edith Heese aus Hillerse, die zusammen mit ihrem Mann Bernd bereits seit 13 Jahren regelmäßig auf dem Northeimer Weihnachtsmarkt Krippen und Holzfiguren verkauft. Sie fand es schade, dass Musik auf dem Weihnachtsmarkt in diesem Jahr verboten war. „Hoffentlich stört sich im nächsten Jahr nicht noch jemand an den Lichtern – dann müssen wir hier im Dunkeln sitzen.“ Den voraussichtlichen Wechsel des Marktes auf den Münsterplatz sieht sie mit gemischten Gefühlen. „Die meisten Standbetreiber meinen, dass es der bessere Standort wäre, aber wir fragen uns wer die Kosten tragen soll“, sagt Heese. Höhere Standgebühren seien einfach nicht drin.

„Nach Weihnachten lief es praktisch überhaupt nicht mehr und vor dem Fest war es auch wesentlich schlechter als in den Vorjahren“, meint Friedel Cierbka, der ehrenamtlich den Glühweinstand von Eintracht Northeim auf dem Markt betreut. Es habe weniger Buden gegeben, mangels Karussell-Musik auch keine Atmosphäre und das Wetter habe auch nicht mitgespielt. Die Folge laut Cierbka: „Der Umsatz ist gegenüber den Vorjahren stark rückläufig gewesen.“

Nicht ganz so schwarz sieht das Fazit von Monika Schweckendiek vom Bratwurststand Kniep aus. Zwar habe die Kunden-Frequenz am Stand noch gestimmt, doch die Stimmung auf dem Markt bezeichnet sie in den vergangenen fünf Wochen als „eher traurig“. Insbesondere wenn man Vergleiche zu den Vorjahren ziehe, als es noch nicht so viele Lücken zwischen den Ständen gegeben habe. (nik/goe) 2 Fotos: Schlegel 

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