Lösung vermutlich erst 2017

Senioren sind sauer: Kein Platz zum Einsteigen an Bushaltestelle

Schwieriges Einsteigen: An der neuen Haltestelle ist kaum Platz. Das monieren (v. l.) Vize-Ortsbürgermeister Eckhardt Joecks, Ingrid Franke, Ortsbügermeisterin Reta Fromme, Karl Schrader, Günter Franke und Gerda Lange. Foto: Gödecke

Langenholtensen. Viele ältere Einwohner in Langenholtensen sind sauer. Grund: Kürzlich wurde die Stadtbushaltestelle in der Ortsmitte verlegt. Jetzt fehlt genügend Platz zum Ein- und Aussteigen.

Langenholtensen. Die Langenholtenserin Gerda Lange spricht angesichts der Situation von einem Schildbürgerstreich der Stadt Northeim und des Stadtbusunternehmens. Der Wartebereich für die Fahrgäste vor der örtlichen tankstelle bestehe jetzt aus einer kleinen Wiesenrabatte, und die sei auch noch stark abschüssig. Lange: „Ein- und Aussteigen für Leute mit Rollatoren oder Kinderwagen geht gar nicht.“

Über 20 Jahre lang habe der Bus an der bisherigen Haltestelle gehalten. Nun soll das plötzlich nicht mehr möglich sein: Das ist nicht nur Gerda Lange unverständlich, auch Eckhardt Joecks vom Ortsrat schüttelt den Kopf. Nun stehe auch das vor zwölf Jahren vom Ortsrat gebaute Buswartehäuschen ohne Funktion da, merkt er an. An die neue Haltestelle könne es nicht versetzt werden. Anlass für die Haltestellen-Verlegung ist nach Auskunft der Stadt die Tatsache, dass der Bus an der alten Haltestelle, die an einer scharfen Kurve liegt, immer Zurücksetzen musste, um vor dem Bushaus stoppen zu können.

Der neue Haltestellen-Standort, so Bauamtsleiterin Tanja Mehls, sei zwar auch aus städtischer Sicht nicht befriedigend und auf jeden Fall nur ein Provisorium. Er sei aber auch deshalb gewählt worden, damit die Grundschulkinder auf der richtigen Seite ein- und aussteigen könnten und nicht die Straße zu queren brauchen.

Die Stadtbusfirma Weihrauch-Uhlendorff werde ihre Fahrer noch mal darauf hinweisen, dass die Fahrgäste nördlich neben der Grünfläche ein- und aussteigen können. Diese geteerte Fläche sei städtisch und ebenerdig.

Ortsbügermeisterin Reta Fromme weiß kurzfristig auch keine bessere Lösung. An der Rasenfläche könne baulich nichts geändert werden, da im Untergrund Kanalanschlüsse und der Ölabscheider der Tankstelle liegen. Eventuell könne 2016/17, wenn die Brunsteiner Straße erneuert werden soll, das Haltestellenkonzept im Ort überdacht werden. (goe)

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