Fachausschuss lehnt Verwaltungsvorlage ab

Keine Entscheidung für den Dörtalsweg

Vollausbau oder kein Vollausbau im Dörtalsweg?: Diese Frage ist immer noch nicht vom Tisch. Foto: Gödecke

Northeim. Das Thema Dörtalsweg ist nach der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt immer noch nicht vom Tisch.

Das war eine herbe Enttäuschung für die Anlieger des Northeimer Dörtalsweges. Der Fachausschuss des Northeimer Rates hat mehrheitlich einen Vorschlag der Verwaltung abgelehnt, bei dem den Anliegern eine Beteiligung an den Kosten erspart geblieben wäre. Nur Eckhard Ilsemann (FDP) und Rolf Traupe (FUL) stimmten dafür.

Die Vorlage sah vor, auf einen Vollausbau des Dörtalsweges zu verzichten und nach der Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserkanäle die Straße lediglich wieder so herzustellen, dass eine „ebene, gleichmäßige, verkehrssichere und einheitliche Straßenoberfäche“ entsteht. Während der Bauarbeiten sollte die Standfestigkeit des Straßenkörpers überprüft und bei Bedarf punktuell nachgebessert werden. Die Kosten wurden auf 191 350 Euro beziffert, wobei der Eigenbetrieb Abwasser 50 000 Euro übernimmt.

Christian Binnewies (CDU) begründete seine Ablehnung damit, dass in der Vorlage die von einem Gutachter festgestellte Notwendigkeit eines Vollausbaus (wir berichteten) nicht ausgeschlossen worden sei. Dies sei aber im Vorfeld der Ausschusssitzung von der CDU-Fraktion gefordert worden.

Darüber hinaus habe der Bürgermeister in einem Gespräch mit dem CDU-Fraktionsvorstand in Bezug auf den Dörtalsweg noch einen ganz anderen Weg vorgeschlagen, der auch die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung beinhaltet habe. Insofern habe man sich darüber gewundert, dass der Dörtalsweg schon bei dieser Sitzung wieder auf der Tagesordnung gestanden habe, ohne dies weiter vorher zu erörtern. Dies habe man dem Bürgermeister am 30. September mitgeteilt.

Anlieger: Untergrund gut

Die Notwendigkeit eines Vollausbaus wird von den Anliegern des Dörtalsweges nach wie vor nicht gesehen. „Bei uns im Dörtalsweg gab es vor Beginn der Baumaßnahmen weder Frostaufbrüche noch Spurrillen“, heißt es in einem Schreiben von Till Spannaus, das an die Ausschussmitglieder, die Ratsfraktionen und den Bürgermeister adressiert ist. Der Untergrund habe sich über Jahre hervorragend bewährt. Eine Erneuerung sei somit nicht nötig und realitätsfremd. (nik)

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