Wegen Corona-Krise

Kindertagespflege: Landkreis Northeim will Elterngeld erstatten

ARCHIV - Die Tagesmutter Kerstin Hladnik spielt am 22.02.2013 in Oferdingen (Baden-Württemberg) mit den beiden Tageskindern Emily (r) und Sophia. (zu dpa: "Landeskongress Kindertagespflege-Verband fordert mehr Geld für Tagesmütter³ vom 18.10.2017) Foto: Franziska Kraufmann/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
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Symbolbild Eine Tagesmutter mit Kindern. 

 Analog zur Regelung in Kindertagesstätten soll es auch für Eltern, die ihre Kinder bei Tagesmüttern oder -vätern betreuen lassen Geld zurückgeben.

Das hat Landrätin Astrid Klinkert-Kittel auf HNA-Anfrage mitgeteilt. Die Betreuung bei Pflegeeltern ist wegen der Corona-Krise seit dem 16. März untersagt. 

„Ich werde dem Kreisausschuss vorschlagen, während des gesamten Untersagungszeitraums keine Kostenbeiträge zu erheben“, schreibt sie in einer Mitteilung. Wer eine Notbetreuung in Anspruch nehme, solle nur die tatsächlichen Betreuungszeiten bezahlen.

Die Kreisverwaltung bittet aber darum, die Beiträge für die Tagespflege wie gewohnt fortzuzahlen, da eine Erstattung leichter abzuwickeln sei. Mit der Rückzahlung sei ab Juni zu rechnen.

Monatlich erhebt der Landkreis Northeim rund 34.000 Euro an Beiträgen von den Eltern und Erziehungsberechtigten.

Die Tagespflegepersonen sollen weiterhin ihre vollen Geldleistungen vom Landkreis Northeim erhalten, da sie einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisteten und sie nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten sollen. Der Landkreis zahle monatlich etwa 190.000 Euro an die Tagespflegepersonen.

„Ich wünsche mir, dass die Mitglieder des Kreisausschusses zeitnah eine Entscheidung über meinen Beschlussvorschlag treffen können“, ergänzt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

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