Weniger Pastorenstellen ab 2023 geplant

Kirchenkreis Leine-Solling muss sparen

Blick aus 15 Meter Höhe aus der Orgel heraus in den  Innenraum der Sixtikirche Northeim.
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Blick aus 15 Meter Höhe aus der Orgel heraus in den Innenraum der Sixtikirche in Northeim. (Symbolbild)

Der Kirchenkreis Leine-Solling muss in Zukunft sparen, das wurde auf der digitalen Tagung der Kirchenkreissynode deutlich.

Landkreis Northeim – Im neuen Stellenplan, der von 2023 bis 2028 gilt, sollen 5,25 Pfarrstellen eingespart werden. Gibt es aktuell 27,5 Pfarrstellen, diese sollen auf 22,25 reduziert werden, wenn Pastoren in Ruhestand gehen, wie der Vorsitzende des Stellenplanungsausschusses Pastor Martin Possner (Moringen) berichtete.

Jan von Lingen

Hintergrund der Sparmaßnahmen ist, dass der Kirchenkreis für den Planungszeitraum rund eine Millionen Euro weniger an Zuweisungen von der Landeskirche erhält, wie Superintendent von Lingen erklärt. Auch seien aufgrund des demografischen Wandels und coronabedingt die Mitgliederzahlen rückläufig. So habe es im Coronajahr 2020 weniger Taufen gegeben. Hatte der Kirchenkreis 2003 noch rund 73 000 Mitglieder, sind es 2021 nur noch 53 000.

„Die Gemeinden werden weiter zusammenrücken müssen, wenn sie kleiner werden“, so von Lingen, „aber wir bleiben wie bisher bei der Bemessungsgrundlage von rund 2200 Gemeindegliedern pro Pfarrstelle.“

Wenn das Christentum sich „ausdünnt“, sei das alte „Bilderbuchmodell“ einer Gemeinde mit dem Pastor, bei dem alle Fäden zusammenlaufen, nun einmal nicht mehr tragfähig, so Possner. Zukünftig könnte es drei Gestaltungsräume – Uslar, Einbeck und Northeim – im Kirchenkreis geben und vermehrt „multiprofessionelle Teams“, die zum einen flexibler sind, zum anderen Spezialisierungen erlauben, so ein Vorschlag.

Trotz aller Einsparungen solle aber die halbe Jugendpastorenstelle auf eine ganze ausgeweitet, die drei vollen Kreiskantorenstellen beibehalten werden und eine Stelle für Popularmusik hinzukommen. Weiterhin soll es auch künftig drei Diakonenstellen für den Kreisjugenddienst sowie zwei Sozialarbeiter geben. Finanziert werden soll dies unter anderem durch den angesparten Strukturanpassungsfonds.

Die Vorschläge gehen jetzt in Beratungen und sollen von der Kirchenkreissynode 2021 beschlossen werden. (Rosemarie Gerhardy)

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