Helios-Konzern räumt Versäumnisse ein - Pflegekräfte sollen entlastet werden

Klinik will Pflege verbessern

Northeim. Die Helios-Konzernleitung will die Pflegesituation im Northeimer Krankenhaus verbessern. Sie reagiert damit auf Kritik, die von Patienten, aus der Gewerkschaft, aber auch Teilen der Northeimer Ärzteschaft geübt worden war (HNA berichtete). In einem 80-Tage-Programm soll die Struktur des Hauses, insbesondere im Pflegebereich reorganisiert werden.

Weiterer Grund: Die anvisierte Steigerung der Belegungszahl wie sie andere übernommene Helios-Kliniken vorweisen, konnte in Northeim noch nicht erreicht werden, sie verharrt bei 12 500 Patienten im Jahr.

„Die Northeimer Klinik liefert im medizinischen Spektrum eine überdurchschnittlich gute Qualität. Das ist anerkannt und mit Fakten belegbar. Doch in der Pflege, ist noch was zu tun. Das haben wir zu spät erkannt, möglicherweise auch deshalb, weil wir uns zu viel nur mit dem Neubau beschäftigt und zu wenig mit den Mitarbeitern geredet haben“, sagt Jörg Reschke, Konzernchef von Helios für den Klinikbereich. Die „Kultur des Austausches“ solle mehr gepflegt werden, „und damit haben wir begonnen“.

Auf der Basis von mehreren hundert Mitarbeitergesprächen, aus denen 300 Verbesserungsvorschläge hervorgegangen seien, habe die Klinikgeschäftsführung den 80-Tage-Plan entwickelt. Dieser solle bis Mitte Februar realisiert sein. Umgesetzt werden sollen vor allem Vorschläge, die das Pflegepersonal von Tätigkeiten entlasten, die nicht zur Pflege gehören. Dazu gehören der Bettenbezug, die Menüerfassung und der Patiententrandsport.

Nach Umsetzung des Programm soll es ein klärendes Gespräch mit den Northeimer Ärzten geben. (goe)

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