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Kloss will erneuertes Tourismuskonzept für Kreis Northeim

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Von: Axel Gödecke

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Am 27. August lädt der PS.SPEICHER zum vierten Bikertag nach Einbeck ein.
Der PS-Speicher in Einbeck ist immer wieder auch ein Treff für überregionale Veranstaltungen, so wie hier für den Biker-Tag. © Stiftung PS.SPEICHER

Der Landkreis Northeim soll mehr Profil als sehenswerte Ausflugsregion entwickeln. Deswegen wird jetzt die Fortschreibung des Tourismuskonzepts ins Gespräch gebracht.

Northeim – Das parteilose Kreistagsmitglied Alexander Kloss aus Einbeck fordert für den Landkreis Northeim eine Neuauflage des bestehenden Tourismuskonzeptes aus dem Jahr 2010.

In seinem Antrag an die Landrätin und die Kreisverwaltung beantragt der 46-Jährige, dass zeitnah die Kosten für ein aktuelles Tourismuskonzept für den Landkreis Northeim ermittelt und diese in dem Fachausschuss für Wirtschaft und Kreisentwicklung vorgestellt werden.

Ferner sollte Geld für das Konzept im Haushalt für das Jahr 2023 eingeplant werden.

Alexander Kloss Kreistagsmitglied
Alexander Kloss Kreistagsmitglied © ROLAND SCHRADER

„Sinnvollerweise wird auf dem bereits existierenden Konzept des Europäischen Tourismus Instituts aus dem Jahr 2010 aufgesetzt.“ Durch das Unternehmen aus Trier sei bereits eine umfassende Analyse mit entsprechenden Empfehlungen erstellt worden, auf deren Grundlage nun konsequenterweise eine Fortschreibung erfolgen sollte.

Allerdings habe sich die touristische Infrastruktur im Landkreis Northeim in vergangenen Jahren deutlich verbessert. So zum Beispiel durch die Eröffnung des PS-Speichers in Einbeck mit der größten Oldtimersammlung Europas und einem Hotel-Neubau mit 63 Doppelzimmern auf Vier-Sterne-Niveau und die Reaktivierung der Bahnstrecke Einbeck-Salzderhelden.

Gartenschau, Harzhorn und Waldbühne

In das touristische Konzept mit aufgenommen werden sollten auch die baldige Realisierung eines Low-Budget-Hotels nahe der BBS Einbeck, die Landesgartenschau 2023 in Bad Gandersheim, die auch künftig nachgenutzt und vermarktet werden sollte, die steigende überregionale Bedeutung der Gandersheimer Domfestspiele, die Reaktivierung der Waldbühne Northeim, der Ausbau des Wildparks in Hardegsen, die verstärkte Vermarktung der Solling-Vogler-Region sowie die getätigten Investitionen in den Ausbau der Präsentationen „Portal zur Geschichte“, „Harzhorn“ und „Tongrube Willershausen“, heißt es in einer Mitteilung weiter.

Radtourismus stärken

Ein weiterer wesentlicher Grund für den Bedarf eines neuen Tourismuskonzeptes ist nach Meinung von Alexander Kloss auch der konsequente weitere Ausbau des regionalen Radwegenetzes. „Mit dem erst in jüngerer Zeit zu beobachtenden Mega-Trend hin zu E-Bikes und Pedelecs werden durch Radtouristen plötzlich Orte und Sehenswürdigkeiten in unserem Landkreis bequem mit Muskelkraft erreichbar, die bislang für diese Zielgruppe eher nicht infrage kamen“, meint das Kreistagsmitglied.

Der Landkreis Northeim sollte darauf achten, sein eigenes Profil als sehenswerte Ausflugsregion zwischen den beiden touristischen Destinationen „Harz“ und „Weserbergland“ weiter zu schärfen und stärker als bisher Synergien mit den beiden vorgenannten Regionen erarbeiten. „Möglicherweise kann das neue Konzept auch hierzu Handlungsempfehlungen liefern“, erklärt Alexander Kloss in seiner Mitteilung dazu weiter. (Axel Gödecke)

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