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Krisenmanagement der Helios-Klinik: Kritik ernst nehmen

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Von: Olaf Weiss

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Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s frei und ungeniert.“ Wer die demonstrative Ruhe erlebt, mit der Helios Kritik an seinem Northeimer Krankenhaus aussitzt, dem drängt sich dieser Spruch auf. Olaf Weiss über das Helios-Krisenmanagement.

Wie lässig der Klinikkonzern Vorwürfe an sich abperlen lässt und konkrete Fragen dazu nicht beantwortet, zeugt von einem ungebrochenen Selbstbewusstsein. 

Ob diese Haltung von Trotz oder der Überzeugung gespeist wird, das Richtige zu tun, ist offen. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus Beidem. 

Der auf Rendite schielende Konzern will sich nicht reinreden lassen, wie er seine Klinik führt. Und betriebswirtschaftlich betrachtet, ist vor allem ein kostengünstiger Betrieb wichtig. 

Aber die Erleichterung, dass mit der Übernahme des ehemaligen Kreiskrankenhauses durch Helios der vor neun Jahren stark gefährdete Klinikstandort gesichert wurde, weicht in Northeim. Dafür wächst die Erkenntnis, dass die Kliniken in Göttingen Alternativen sind. Wenn Helios stur bleibt und nicht reagiert, macht der Konzern selbst die Klinik überflüssig.

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