Polizeidirektion legt Sicherheitsbericht 2020 vor

Proteste, Brandstifter und Corona: Polizei hatte 2020 im Kreis Northeim viel zu tun

Feuerwehrleute löschen eine in Brand stehende Scheune.
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Brand-Serie in Einbeck: Feuer in Scheune verursachte im Sommer 2020 ein sechsstelligen Schaden.

Die wochenlange Brandserie in Einbeck, Straftaten durch Rechtsextremisten und natürlich Corona: Zahlreiche Einsätze haben die Beamten der Polizeiinspektion Northeim im vergangenen Jahr rund um die Uhr beschäftigt.

Northeim - Das zeigt der Sicherheitsbericht 2020, den die Polizeidirektion Göttingen jetzt veröffentlicht hat, und in dem auch die Arbeit der Polizei im Landkreis Northeim viele Seiten füllt. Polizeioberrätin Maren Jäschke, Leiterin der Polizeiinspektion Northeim, ruft darin einige besondere Einsatzlagen des vergangenen Jahres in Erinnerung.

Dazu gehörte unter anderem die Protestaktion gegen Baumrodungen für die 38 KV-Stromleitung Wahle-Mecklar in einem Waldstück nahe Heckenbeck. Dort hatten sich Protestierer unter anderem auf Plattformen in 20 Meter Höhe in den Baumkronen verschanzt, Zuwegungen mit Treckern und umgestürzten Anhängern versperrt und Drahtseile in den Bäumen gespannt. Dadurch mussten die Rodungsarbeiten immer wieder unterbrochen werden. Die Polizei war insgesamt neun Tage rund um die Uhr im Einsatz, um die genehmigten Arbeiten zu ermöglichen.

Eine neue Eskalationsstufe des Konflikts zwischen Anhängern von rechten sowie linken Ideologien wurde laut Jäschke im Juni 2020 in Einbeck erreicht: Anhänger der lokalen rechten Szene hatten den Briefkasten einer Aktivistin aus der linken Szene mit einem „Polenböller“ beschädigt. Die beiden Täter wurden kurz darauf gefasst. Inzwischen sind beide Männer zu Haftstrafen verurteilt, die bei einem zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Aber auch positive Nachrichten gibt es im Sicherheitsbericht: Die Polizeiinspektion Northeim wird immer digitaler und präsentiert mit der „Community Policerin“ Sabrina Torke eine junge Polizeibeamtin, die die Öffentlichkeit in den sozialen Medien rund um die Uhr unter anderem über ihre Arbeit im Einsatz- und Streifendienst informiert, oft sogar live. Inzwischen „folgen“ ihr fast 4000 Nutzer. Ein ganz neues Betätigungsfeld für die Polizei im Landkreis war 2020 auch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen. (kat)

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