Konzepte für Silberborn

Zwei Bieter stellen Ideen für Jugendfreizeitheim vor

Außenansicht des Jugendfreizeitheim in Silberborn
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Wer wird der neue Besitzer des Jugendfreizeitheims in Silberborn? Acht Bieter haben sich als Nachnutzer für das Areal ins Spiel gebracht.

Für den Kauf des ehemaligen Jugendfreizeitheims des Landkreises Northeims in Silberborn haben acht Interessenten ihr Angebot abgegeben.

Landkreis Northeim – Zwei von ihnen haben sich nun mit ihrem Konzept an die Öffentlichkeit gewandt. Laut Kreistagsbeschluss soll das „wirtschaftlichste Angebot“, den Zuschlag erhalten.

Werner Drese

Werner Drese, Ortsbürgermeister von Polier und Leiter der Grundschule in Schoningen, hat ein Gebot eingereicht. Die Höhe möchte er nicht angeben, aber es sei mehr als der symbolische eine Euro, erklärt er. Hinter seiner Person vereinigt er einen größeren Unterstützerkreis, der sowohl materiell als auch ideell die Eröffnung, Unterhaltung und Weiterentwicklung des Jugendfreizeitheims Silberborn mittragen möchte. Hierzu soll nach dem Zuschlag unter dem Motto „Erlebniszentrum Silberborn“ ein Verein gegründet werden, so Drese.

Zum Unterstützerkreis gehören nach seinen Angaben unter anderem die Bürgermeister von Uslar und Bodenfelde, Torsten Bauer und Mirko von Pietrowski, sowie Firmen und Privatpersonen aus der Region. Finanzielle Zusagen seien hier schon getätigt worden. Zudem wolle man sich um Förderprogramme für erforderliche Investitionen bemühen und den Betrieb zunächst mit Ehrenamtlichen aufnehmen.

Das Jugendfreizeitheim könne direkt nach Zuschlag für Freizeiten, Schulungen oder Seminare gebucht werden. Vorstellbar seien aber auch Kochkurse für Tafelbesucher anzubieten oder naturnahe Arbeitsplätze (Coworking spaces) einzurichten, nennt Drese einige der Nutzugsmöglichkeiten.

Der zweite Kaufinteressent ist Stephan Schmitz aus Hann. Münden. Er betreibt seit 2010 die Erlebnis-Fußball-Schule. Er besitzt die UEFA-B-Lizenz und möchte gemeinsam mit einem Trainerkollegen das Jugendfreizeitheim in ein Erlebnisfreizeitzentrum umwandeln. Dafür solle eine GmbH gegründet werden, so Schmitz. „Das Gelände in Silberborn bietet unfassbar viele Möglichkeiten“, er könne sich vorstellen, hier ein vielseitiges Sport- und Freizeitprogramm mit Gruppenerlebnis anzubieten.

Stephan Schmitz

Das Gebot von Schmitz für das Jugendfreizeitheim liegt nach eigenen Angaben bei 28,01 Euro. Jedoch plant er kurzfristig, 100 000 Euro in die Sportstätten zu investieren, mittelfristig dann nochmals rund 500 000 Euro.

Zunächst plane er, die Sportstätten wieder auf Vordermann zu bringen: das Multifunktionsfeld, die Sandflächen des Beachvolleyballfeldes und den Bodenbelag in der Turnhalle zu erneuern. Zudem sollen zwei Großfeldtore angeschafft werden. Darüber hinaus möchte er einen Gemüse- und Kräutergarten anlegen, denn gesunde Ernährung liegt dem Sportler sehr am Herzen.

Neben Jugendcamps seiner Fußball-Schule möchte er viele Angebote für Kinder und Jugendliche in Form von Trainingslagern und Ferienfreizeiten in Silberborn anbieten und dabei das Wir-Gefühl in der Gruppe stärken. Auch als Stätte für Seminare sei das Gelände geeignet. Es solle ein Heim für Natur, Ernährung und Sport sein, so Schmitz. (Rosemarie Gerhardy)

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