30 bis 100 Euro für Hundekot oder Pferdeäpfel

Stadt Northeim verschäft Strafen: Kot liegen lassen wird teuer

Symbolbild:  Hier ist kein Huindeklo
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Ein Schild, das Hundehalter darauf hinweist, dass sie diese Fläche nicht als Hundeklo nutzen sollen.

Hundehalter in Northeim müssen in Zukunft mit einem Verwarnungsgeld von mindestens 30 Euro rechnen, wenn sie den Kot ihres Tieres beim Gassigehen nicht mitnehmen und entsorgen.

In gravierenden Fällen kann sogar ein Bußgeld von 100 Euro verhängt werden. Das gilt auch für die Exkremente von Pferden, den sogenannten Pferdeäpfeln, die die Vierbeiner auf Straßen fallen lassen.

In Kraft treten soll der Passus nach der Verabschiedung der neuen „Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ im Northeimer Stadtrat. Am nächsten Donnerstag, 27. August, ab 17 Uhr soll der Rat in der Northeimer Stadthalle sie beschließen. Das erklärten der Abteilungsleiter der „Bürgerdienste“ in der Stadtverwaltung, Uwe Ritter, und seine Mitarbeiterin Katharina Sander in einem Pressegespräch.

Mit dem Verwarngeld will die Stadt unter anderen das Ärgernis „Tretminen“ angehen, die immer wieder zu massiven Beschwerden führen, nicht nur beispielsweise in der Braunschweiger Gasse oder auf den Grünflächen vor dem Rathaus, sondern auch in den Ortschaften. So etwa in Denkershausen, wo der Volksmund die Ringstraße nur noch als „Köttelallee“ bezeichnet.

Problem sei aber, so Katharina Sander, dass bei Beschwerden in den seltensten Fällen das „Frauchen“ oder „Herrchen“ namentlich benannt wird, sondern sich nur über die Hinterlassenschaften der Vierbeiner beschwert werde. „Ohne einen Zeugen, der sich zur Verfügung stellt, können wir nichts machen.“ Aber nicht nur um dieses Ärgernis geht es in der neuen Verordnung, die in einer ganzen Reihe von Punkten lesbarer, verschlankt und neuen Voraussetzungen angepasst werden musste. Ritter: „So haben wir den Passus über das Teppichklopfen herausgenommen. Das wird heute kaum noch praktiziert.“

Nach der neuen Verordnung ist nicht nur untersagt, im öffentlichen Raum Tauben zu füttern, sondern alle wild lebenden Tiere. Das gilt auch für das Auslegen von Futter und Lebensmitteln, die erfahrungsgemäß von diesen gefressen werden. Dazu gehört beispielswiese das Füttern von Enten und anderen Wasservögeln, weil dadurch auch Ratten angelockt werden können.

Viele Beschwerden erreichen die Stadt wegen der Nichteinhaltung der Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr. Eine Folge, dass Northeim „demographisch nicht jünger wird“, wie Ritter sagte.

Richtig teuer kann es werden, wenn Pyrotechnik wie Knaller und Raketen in der Northeimer Altstadt und angrenzenden Bereichen zum Jahreswechsel abgebrannt wird. Da betragen die Geldbußen zwischen 250 und 750 Euro.

Das gilt auch in der übrigen Zeit, wenn das Verbot über das Sprengstoffgesetz greift. Wie mit Ausnahmegenehmigungen bei besonderen Anlässen umgegangen wird, soll noch näher präzisiert werden.

Weitere Punkte betreffen unter anderem das Parken auf begrünten Flächen, Aufkleber beispielsweise an Laternenpfählen, Bushaltestellenverunreinigungen und Sperrmüll auf Geh- und Radwegen. zhp    

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