Grundschule Kreiensen platzt aus allen Nähten

Hat Raumprobleme: die Grundschule in Kreiensen. Zu ihr gehört noch eine Außenstellle in Greene. Foto: nh

Kreiensen/Greene. Wie die aktuellen Platzprobleme in der Grundschule Kreiensen gelöst werden können, soll ein Gespräch zwischen der Stadt Einbeck und dem Landkreis Northeim klären.

Der Schulausschuss des Einbecker Stadtrates ist für Überlegungen offen, die Außenstelle Greene der Grundschule in das sich in Trägerschaft des Landkreises befindende Schulzentrum Greene zu verlegen, sollten dort ausreichend Räume zur Verfügung stehen. Das soll das Gespräch zwischen Stadt und Landkreis ergeben, an dem auch die Schulleitung und Vertreter der Politik teilnehmen wollen.

Zuzug von Flüchtlingen 

Hintergrund ist, dass nach Kreiensen in jüngster Zeit mehrere große Familien mit schulpflichtigen Kindern gezogen sind. In der Grundschule Kreiensen werden zurzeit 150 Kinder unterrichtet, in der Außenstelle Greene 70 Kinder. Ursprünglich sollte die alte Grundschule in Greene wegen rückläufiger Schülerzahlen bereits geschlossen werden.

Die Grundschule Kreiensen wird aktuell von etwa 25 nicht deutsch sprechenden Kinder besucht. Die Stadt rechnet mit einer Zunahme dieser Zahl, da es in der Ortschaft einen hohen Wohnungsleerstand gibt und deshalb hier weitere Flüchtlingsfamilien mit schulpflichtigen Kindern erwartet werden.

Vertreter aller Fraktionen haben sich dagegen ausgesprochen, für 1,1 Millionen Euro sechs neue Räume an das bestehende Schulgebäude in Kreiensen anzubauen. „Der Bedarf ist jetzt da“, sagte Marcus Seidel (SPD). Ein Anbau könnte aber frühestens zum Schuljahr 2016/17 zur Verfügung stehen.

Für flexiblere Lösungen hat sich auch Dirk Ebrecht (CDU) ausgesprochen. Denn ein Anbau sei möglicherweise in drei Jahren auch schon wieder zu groß. Ob Container die Raumnot lösen könnten, soll die Verwaltung prüfen, wenn der Bedarf nicht im Schulzentrum gedeckt werden kann. Mit 570 000 Euro sind vier Klassenräume in Containern nicht nur preiswerter, sondern auch innerhalb von zehn Wochen zu realisieren, erläuterte die Stadtverwaltung. (zfb)

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