Reisende am Bahnhof Kreiensen brauchen eine Toilette

SPD fordert, mit der DB über Bahnhof Kreiensen zu verhandeln

Rund 3500 Reisende hielten sich vor der Pandemie täglich am Kreienser Bahnhof auf. Doch eine Toilette gibt es dort nicht.
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Rund 3500 Reisende hielten sich vor der Pandemie täglich am Kreienser Bahnhof auf. Doch eine Toilette gibt es dort nicht.

Die Toilettensituation am Bahnhof Kreiensen beschäftigt die Einbecker SPD-Stadtratsfraktion.

Kreiensen – Bereits zur Ratssitzung am 4. September 2019 hatte die SPD-Fraktion eine Verbesserung der Situation für die Reisenden auf dem Bahnhof Kreiensen gefordert. Ein Kernpunkt des damaligen Antrages war die Schaffung einer öffentlichen Toilette für Reisende und Besucher auf dem Bahnhof Kreiensen.

Jetzt erweitert und erneuert die SPD ihren Antrag und bringt diesen für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Sanierung, der am 6. Mai tagt, ein.

Laut SPD-Angaben haben vor der Corona-Pandemie täglich etwa 3 500 Reisende den Bahnhof genutzt. Auch in Kenntnis der Tatsache, dass die fehlende Toilette für die Reisenden auf dem Bahnhof Kreiensen nicht in der Verantwortung der Stadt Einbeck liegt, müsse die Stadt ein Interesse daran haben, hier Abhilfe zu schaffen, so die Forderung der SPD.

Für eine öffentliche Toilette auf dem Bahnhof Kreiensen seien derzeit laut SPD folgende Alternativen im Gespräch: Entweder die Integration in das ehemalige Aufsichtsgebäude der Deutschen Bahn als favorisierte und kostengünstige Variante oder ein Einzelbau auf städtischem Grundstück. Die Gespräche mit der Deutschen Bahn hinsichtlich der Integration der Toilette in das ehemalige Aufsichtsgebäude führten nach anfänglich gutem und erfolgversprechendem Beginn ebenso wenig zu einem Ergebnis, wie die Gespräche mit dem Eigentümer des Bahnhofsgebäudes, die Toiletten im Bahnhofsgebäude zu realisieren, so die SPD in einer Pressemitteilung.

Laut SPD-Antrag soll die Verwaltung nun beauftragt werden, nochmals Gespräche mit der Deutschen Bahn sowie dem Eigentümer des Bahnhofsgebäudes mit einer Frist zum 30. Juni zu führen. Seien diese bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich, sei umgehend mit den Planungen zu beginnen. Führten die Gespräche zu keinem Ergebnis, solle zum 1. Juli mit den Planungen für einen Einzel- bau als Toilettenanlage auf städtischem Grundstück begonnen werden. Die erforderlichen Haushaltsmittel seien in einem Nachtragshaushalt für 2021 aufzunehmen.

Das mache nach Auffassung der Sozialdemokraten eine Übergangslösung aber keinesfalls entbehrlich. Denn bis zum Abschluss der Planungs- und Baumaßnahmen stehe den Reisenden überhaupt keine Toilette zur Verfügung. Diese müssten derzeit unter unwürdigen Bedingungen ihre Notdurft verrichten. (rom)

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