Erstmals auch Astra-Zeneca-Dosen dabei

Landkreis Northeim erwartet heute Corona-Impfstoff

Im Impfzentrum in der Northeimer Stadthalle: Vor dem Impfen bekommt jede zu impfende Person ein Beratungsgespräch.
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Im Impfzentrum in der Northeimer Stadthalle: Vor dem Impfen bekommt jeder ein Beratungsgespräch. Hier berät Dr. Christian Steigertahl (links).

Der Landkreis Northeim rechnet für den heutigen Dienstag mit einer neuen Lieferung von Impfdosen gegen das Corona-Virus.

Northeim - Das bestätigte die Kreis-Pressestelle auf Anfrage. Danach wird Impfstoff der Marken Biontech als Nachlieferung sowie erstmals von Moderna (100 Impfdosen) und auch von Astra-Zeneca erwartet. Wie viele Dosen es insgesamt sein werden, wisse man (Stand 14 Uhr) noch nicht. Bis zum Dienstagmittag war die Lieferung noch nicht angekommen.

Vorrangig, so der Landkreis weiter, würden mit neuen Impfdosen von Biontech und Moderna die Bewohner der Altenheime geimpft. Etwa die Hälfte der insgesamt 29 Heime im Landkreis stehen zur Erstimpfung noch aus.

Warteliste unbekannt

Ein kleiner Teil soll aber auch über 80-Jährigen zugutekommen, die auf der vom Land geführten Warteliste des Impfzentrums stehen. Wie viele Interessenten auf der Warteliste für das Northeimer Impfzentrum stehen, habe das Land der Kreisverwaltung trotz Nachfragen immer noch nicht mitgeteilt, betont Anna Feg von Landkreis-Presseteam. In der vorigen Woche wurden im Impfzentrum 180 Impfdosen an Senioren über 80 Jahre verimpft (HNA berichtete).

Zeneca-Impfdosen für Pflegepersonal

Der Impfstoff von Astra-Zeneca, der am Dienstag auch eintreffen soll, soll nach Auskunft der Kreisverwaltung an Gesundheits- und Pflegefachpersonal verimpft werden. Hintergrund: Für ältere Menschen über 64 ist dieser Impfstoff noch nicht offiziell zugelassen, da noch zu wenige Daten über die Zuverlässigkeit des Präparats bei den Älteren vorliegen.

Zurzeit laufen in den Altenheimen die Zweitimpfungen weiter, heißt es vom Landkreis. Allerdings gebe es auch hier öfters Probleme mit dem Nachschub an Impfdosen vom Land.

Mit der ersten Impfdosis wurden bisher im Kreisgebiet nach Auskunft der Kreisverwaltung 3400 Personen (Stand Samstag) geimpft. Das entspricht einer Impfquote von 2,6 Prozent für Erstimpfungen. Eine zweite Impfdosis haben bisher 1837 Personen erhalten (Impfquote für Zweitimpfungen: 1,4 %).

Wann der Betrieb mit Erstimpfungen für über 80-Jährige im Impfzentrum in der Northeimer Stadthalle in dieser Woche weiterlaufen wird, darüber kann der Landkreis noch keine Angaben machen. Alles hänge von der nächsten Lieferung der Impfdosen ab.

So läuft‘s im Zentrum

Läuft der Betrieb wieder an, dann gelte es für die eingeladenen Impflinge folgendes zu beachten: Der Aufenthalt im Impfzentrum selbst dauert 30 bis 40 Minuten. Am Empfang werden die Daten erfasst und die Temperatur gemessen, denn Personen mit einer Körpertemperatur von mehr 38,5 Grad dürfen nicht geimpft werden.

Im Anmeldebereich bestehe die Möglichkeit, sich einen Film anzuschauen, der über das Virus und den Ablauf des Impfens informiert. Anschließend geht es zum ärztlichen Beratungsgespräch, bevor die Impfung in einer Impfkabine erfolgt. Nach einer kurzen Wartezeit kann man das Impfzentrum wieder verlassen.

Es wird allen Personen empfohlen, sich nach der Impfung noch für mindestens 15 Minuten im Wartebereich des Impfzentrums aufzuhalten, da spontane Impfreaktionen nie ganz auszuschließen seien.

Das kostenpflichtige City-Center-Parkhaus an der Stadthalle ist laut Landkreis geöffnet, der Durchgang vom Parkhaus zur Stadthalle könne jedoch nicht genutzt werden, da das Impfzentrums-Konzept des Landkreises den Durchgang als Ausgang für Impfabbrecher vorsieht. Der Bezahlautomat für das Parkhaus im Foyer der Stadthalle funktioniere, heißt es aus dem Kreishaus.

(Axel Gödecke)

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