Kreistag fordert mehr Engagement für Klimaschutz 

Kreis Northeim setzt auf E-Antrieb und Solardächer

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Eine kleine Photovoltaikanlage gibt es schon auf dem Dach der BBS 2.

Der Northeimer Kreistag forderte die Kreisverwaltung auf, Klimaschutzprojekte noch mehr voranzubringen. Dies sollten auch die Städte und Gemeinden tun. 

Einen Klimanotstand, wie von der Fraktion der Grünen eigentlich beantragt, hat der Northeimer Kreistag zwar nicht ausgerufen. Doch er hat die Eindämmung der Klimakrise als Aufgabe höchster Priorität anerkannt. Er forderte die Kreisverwaltung auf, Klimaschutzprojekte noch mehr voranzubringen. Dies sollten auch die Städte und Gemeinden tun.

Die Landrätin beauftragte der Kreistag, ihn und auch die Öffentlichkeit über Fortschritte und Probleme bei der Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen zu berichten. Der ebenfalls von den Grünen beantragten Einstellung eines Klimaschutzbeauftragten kam der Kreistag jedoch nicht nach. Die Schaffung einer solchen Stelle sei geplant, liege aber auf Eis, heißt es von der Kreisverwaltung.

Landrätin Astrid Klinkert Kittel betonte gegenüber der HNA, dass der Landkreis seit Jahren im Bereich Klimaschutz aktiv und erfolgreich sei, beispielsweise durch energetische Sanierung seiner Immobilien und Energieberatungskampagnen für Haushalte und Betriebe sowie durch Beratung von Firmen bei der Umstellung auf Bioenergienutzung.

Dennoch werde der Landkreis weiter seinen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten. So sollen in den kommenden drei Jahren sieben Schulen in der Trägerschaft des Kreises mit Fotovoltaik-Dachflächen versehen werden. Aktuell geplant sei auch, die Dienstwagenflotte des Landkreises mit E-Fahrzeugen zu bestücken und den Mitarbeitern E-Bikes zur Verfügung zu stellen.

Das vom Kreis Northeim bereits 2014 erstellte Klimaschutz-Teilkonzept sehe auch die vermehrte Nutzung von Dächern kreiseigener Häuser für Fotovoltaikanlagen vor. Bis 2022 sollen laut Kreisverwaltung die Dächer folgender Schulen bestückt sein: Thomas-Mann-Schule Northeim, Löns-Realschule Einbeck, IGS Bodenfelde, Corvinianum Northeim, Förderschule Uslar, BBS I und BBS II Northeim. Insgesamt ist ein Investitionsvolumen von 395 000 Euro dafür vorgesehen.

Ferner werde geprüft, ob allen Beschäftigten des Landkreises Jobtickets angeboten werden können, um den öffentlichen Nahverkehr zu stärken. Dabei handelt es sich um Zeitkarten für Busse und Bahnen, die den Beschäftigten vergünstigt angeboten werden. Die Landrätin sagte, sie teile die Auffassung der Kreistagsfraktion der Grünen, dass trotz des bereits beschrittenen Weges weiterer Handlungsbedarf bestehe. Alle entscheidenden Institutionen müssten zusätzliche Initiativen ergreifen. 

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