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Landkreis Northeim will gemeinsam mit Kreis Göttingen nach Gewerbeflächen suchen

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Von: Axel Gödecke

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Hochleistungsschneidemaschinen für die Lebensmittelindustrie
Industrieproduktion (Symbolbild) © Breidenbach/IMAGO

Der Landkreis Northeim möchte gemeinsam mit dem benachbarten Landkreis sowie der Stadt Göttingen eine Initiative starten, um für Industrie- und Gewerbeansiedlungen attraktiver zu werden. Dabei spielt auch die Neuausweisung von Gewerbeflächen eine Rolle.

Northeim - Ausgangspunkt dafür war ein Beschluss des Northeimer Kreistags vom Juni dieses Jahres, dass die Kreisverwaltung zur Festlegung weiterer Gewerbegebiete entlang der Autobahn 7 das kreisweite Gewerbeflächen-Entwicklungskonzept von 2003 fortschreiben soll.

„Nach einem Gespräch mit der Wirtschaftsförderung Region Göttingen sieht die Verwaltung deutliche Synergieeffekte bei einem gemeinsamen Vorgehen mit dem Landkreis Göttingen“, betont Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und schlägt dem Kreistag eine Kooperation für ein regionales Gewerbeflächenkonzept vor. Dieses solle auch den Nachhaltigkeitsaspekt umfassen.

Zum Thema Nachhaltigkeit gehöre auch, dass die bestehenden Gewerbeflächen für die Region einschließlich der Baulücken, der Brachflächen und auch leer stehender Gewerbegebäude und -flächen (Konversionsflächen) erfasst werden. Erst so bekomme man eine gesicherte Argumentationsbasis für die Ausweisung von neuen Gewerbeflächen, heißt es von der Kreisverwaltung Northeim.

Ziel der gemeinsam angestrebten Planung sollte eine ökologisch nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung sein. Die Planung sollte gemeinschaftlich von der Wirtschaftsförderung beim Landkreis Northeim und von der Wirtschaftsförderung Region Göttingen GmbH angegangen und in Auftrag gegeben werden. Letztere wird vom Landkreis Göttingen sowie allen Städten und Gemeinden im Göttinger Kreisgebiet getragen.

Die Northeimer Landrätin: „Durch ein gemeinsames aktives Gewerbegebietsmanagement können auch Innovationen in der Produktion und in der Mobilität vorangebracht und auch ein positives Image mit Blick auf Kundschaft, Fachkräfte und benachbartes Wohnen aufgebaut werden.“

Ein nachhaltiger Gewerbestandort sei ein zunehmend wichtiges Argument in der Ansiedlungspolitik, um neue Unternehmen für die Region zu gewinnen, heißt es in der Beschlussvorlage für den Northeimer Kreistag. Für die Planung soll der Landkreis Northeim 100.000 Euro bereitstellen.

CDU fordert auch Einbindung anderer Kreise

Der Kreis-Finanzausschuss hat den Vorschlag der Kreisverwaltung, mit Göttingen eine Gewerbeflächen-Planung zu starten, empfohlen. Die CDU im Kreistag fordert darüber hinaus aber auch die Einbeziehung der anderen Nachbarkreise wie Goslar, Holzminden und Hildesheim. Das teilte David Artschwager, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU, mit. Es wäre zu einseitig, wenn nur Kommunen in unmittelbarer Nähe zur A7 und Göttingen von dem Konzept profitierten. (Axel Gödecke)

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