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Landkreis Northeim warnt vor der Geflügelpest

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Von: Olaf Weiss

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Ansteckung mit Geflügelpest durch Wildvögel droht Hühnern (im Bild) udn anderem Geflügel wie Enten, Puten und Gänsen vor allem Folgen beim Auslauf außerhalb ihres Stalles. F oto: Arne Dedert/dpa
Ansteckung mit Geflügelpest durch Wildvögel droht Hühnern (im Bild) udn anderem Geflügel wie Enten, Puten und Gänsen vor allem Folgen beim Auslauf außerhalb ihres Stalles. F oto: Arne Dedert/dpa © Arne Dedert

Im November gabe es bereits sechs Verdachtsfälle bei Hobbyhaltern.

Northeim – Für für die Wintersaison 2022/2023 erwartet die Northeimer Kreisverwaltung wieder ein einen „heftigen Seuchenzug“ der hochpathogenen Geflügelpest (HPAI). Dies werde bereits durch zahlreiche tote Wildvögel in den Küstenregionen bestätigt. Seit Juni 2022 habe es bereits über 30 HPAI-Ausbrüche in niedersächsischen Geflügelbetrieben gegeben.

Im Landkreis Northeim wurden nach Mitteilung der Kreisverwaltung Anfang November insgesamt sechs Kontaktbetriebe zu Geflügelpestausbrüchen in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Hierbei habe es sich um Hobbyhaltungen gehandelt, die über mobile Geflügelhändler Tiere mit Kontakt zu Beständen, in denen die HPAI festgestellt wurde, gekauft hatten. Diese Verkäufe sind nach Angaben der Verwaltung zu einem Zeitpunkt erfolgt, zu dem die HPAI-Infektion in den Herkunftsbetrieben noch nicht bekannt war.

Die betroffenen Bestände im Landkreis wurden zunächst vorsorglich gesperrt und die Tiere bis zum Ergebnis der amtstierärztlichen Untersuchung und Probenahme ausschließlich im Stall gehalten. „Glücklicherweise konnte für alle sechs Betriebe Entwarnung ausgesprochen werden, die Tiere waren nicht erkrankt“, heißt es in der Mitteilung weiter. Trotzdem sei erhöhte Vorsicht geboten.

Das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat ein Infoblatt mit Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung (unter 1000 Tiere) und Geflügelhobbyhaltungen herausgegeben. Es steht unter landkreis-northeim.de/gefluegelpest zum Download zur Verfügung.

Dort werden die erforderlichen und bekannten Schutzmaßnahmen gegen eine Übertragung durch Wildvögel beschrieben. Besonders wichtig sei der Schutz vor direktem und indirektem Kontakt mit Wildvögeln, so die Kreisverwaltung. Auch die erforderliche Desinfektion sowie das Tragen von Schutzkleidung beim Betreten der Ställe werden aufgeführt. Außerdem gehe es in dem Infoblatt um die Meldepflicht für Tierhalter und das Führen eines Bestandsregisters.   (ows)

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