Schaugelände am Römer-Schlachtfeld soll 2013 fertig sein

Kreis Northeim will das Harzhorn selbst erschließen

+
Eine am Harzhorn gefundene Römeraxt.

Kalefeld. Der Landkreis Northeim wird die touristische Entwicklung des römisch-germanischen Schlachtfelds am Harzhorn bei Kalefeld selbst in die Hand nehmen. Einen entsprechenden Beschluss hat der Kreisausschuss einstimmig gefällt.

Danach wird der Landkreis als Träger und Bauherr auftreten, wenn es spätestens Anfang 2013 an die Umsetzung des Ausbaukonzeptes geht.

Die Gründung einer als Träger fungierenden Projektgesellschaft würde zu erheblichen Zeitverzögerungen führen, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Es ist jedoch Eile geboten, weil das Projekt bis zur Eröffnung der Landesausstellung „Schlacht am Harzhorn“ im Sommer 2013 fertig sein soll. Im Zuge dieser Schau fließen 100.000 Euro ins Harzhorn-Projekt vor Ort.

Grundlage für den touristischen Ausbau des Schlachtfeld-Areals, das 2008 entdeckt wurde und durch seine Waffen- und Münzfunde weltweit für Aufsehen sorgt, soll ein bereits vorliegender Masterplan sein. Erarbeitet wurde er von der Architektur-Fakultät der Technischen Hochschule Aachen unter Prof. Frank Lohrberg.

Das Konzept sieht als erste Ausbaustufe den Bau eines Rundweges mit Infogebäude, Infostationen und Parkplätzen vor. Kosten: 500.000 Euro. Später sollen der Bau eines Erlebniszentrums und die weitere Erschließung der Fläche folgen.

Die Federführung für das Projekt wird laut Kreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer der Fachbereich Bauen- und Umwelt in der Kreisverwaltung übernehmen, in dem auch die Archäologie angesiedelt ist. Dazu werde der Bereich um eine Kraft personell verstärkt.

Als nächstes werde nun ein Architekt mit der Detailplanung beauftragt. Mit dieser sollen Anträge bei Stiftungen und Sponsoren gestellt werden, um die Finanzierungslücke zu schließen. Bislang sind nur 50.000 Euro im Kreisetat und der 100.000-Euro-Zuschuss im Zuge der Landesausstellung fest. Positive Signale für weitere Förderungen im unteren sechsstelligen Bereich gebe es bereits. (goe)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.