Verband sorgt für Klarheit 

Kreissportbund Northeim: Vereinsbeiträge sind trotz Corona-Einschränkungen voll zu zahlen

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Bargeld Dymbolbild

Sportvereinsbeiträge müssen weiter gezahlt werden, auch wenn die Vereine in Zeiten der Coronakrise kaum Sportangebote für ihre Mitglieder anbieten dürfen.

Darauf hat jetzt der Kreissportbund (KSB) Northeim-Einbeck hingewiesen.

In den vergangenen Corona-Wochen habe es viele Anfragen von Vereinen und Einzelpersonen an den Kreissportbund gegeben, ob es gerechtfertigt sei, dass Mitglieder ihre Vereinsbeiträge mindern oder aussetzen könnten, sagt Gerhard Haupt, Vorstandsmitglied im KSB und dessen Pressesprecher.

Als Begründung für die Anfragen werde angeführt, dass seit Mitte März das Sportangebot zum Erliegen gekommen und auch noch nicht normal wieder angelaufen sei. Dazu Haupt: „Die Beitragsaussetzung geht nicht. Der Vereinsbeitrag ist ein Beitrag für eine Mitgliedschaft und nicht eine Gegenleistung für die Angebote des Vereins, die freiwillig in Anspruch genommen werden können oder auch nicht.“

Gerhard HauptKSB-Vorstandsmitglied

Grundsätzlich dürfe also der Verein den Beitrag in voller Höhe zum Fälligkeitstermin einziehen, auch wenn aktuell der Spiel-, Sport- und Trainingsbetrieb eingestellt sei. Im Übrigen, so der KSB-Sprecher, decke der Beitrag auch die laufenden Kosten ab, die die Vereine weiter zu zahlen hätten.

Sollten Minderungen geplant werden, könne darüber nur die Mitgliederversammlung entscheiden. Die könne aktuell aber wegen der Coronakrise nicht stattfinden. Haupt: „Natürlich haben die Mitglieder in der Versammlung das Recht zu fragen, ob es durch die jetzige Situation zu Einsparungen gekommen ist, die einen Antrag auf Reduzierung des künftigen Beitrags rechtfertigen würde.“ Im Hinblick auf die augenblicklichen Kosten für die Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebes mit den damit verbundenen Hygienemaßnahmen sei damit aber kaum zu rechnen.

Wer glaube, dass die Vereine sparen, weil sie Anlagen nicht nutzen dürften, der irre, so Haupt. Fast alle Sportanlagen würden den Vereinen ohnehin von der Kommune kostenfrei überlassen. Der Kreissportbund zählt aktuell 290 Vereine mit kreisweit 53 130 Mitgliedern. 

Noch kein Sport in der Halle

Während Einzelsport im Freien und auf Sportplätzen wieder erlaubt ist, gestalte sich die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs im Mannschaftssport wegen einzuhaltender Mindestabstände schwierig, sagt KSB-Sprecher Gerhard Haupt. Deshalb seien bislang nur vereinzelt Vereine wieder ins Training eingestiegen. In der Halle sei Vereins- und Freizeitsport noch nicht möglich. Laut Landesregierung soll die Öffnung von Indoor-Anlagen erst ab 25. Mai geprüft werden.

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